Packliste! Das muss mit!

Die Packliste – das gehört in den Koffer für (fast) jede Reise

Für eine vernünftige Reise sind so ein paar Vorbereitungen natürlich erforderlich. Meine Packliste ist relativ einfach. Neben den passenden Klamotten für den Urlaub gehören folgende Sachen auf jeden Fall dazu und haben sich als praktisch erwiesen.

Die folgenden Links sind sogenannte Affiliate Links. Mit dem Kauf über die Links bei Amazon unterstützt Du unseren Reiseblog. Die Preise sind davon unbeeinträchtigt.

 

Meine Eastpak Reisetasche – praktisch unverwüstlich und flexible genug für Kurztrips oder längere Reise. Viele Fächer ermöglichen sauberes Packen. Mit den entsprechenden Schlössern hat man ein gewisses Gefühl der Sicherheit (TSA zugelassen)

Passend dazu die geräumige Kulturtasche, die man auch direkt aufhängen kann. Alternativ dazu kleine, verschließbare Gefrierbeutel bei kurzen Reisen.

Als extrem praktisch wegen der vielen unterschiedlich großen Fächer hat sich der Rucksack von Wenger bewährt.

 

In den Rucksack passt ganz wunderbar der E-Reader rein : zu empfehlen sind entweder der Tolino oder Kindle von Amazon.

Platz ist auf jeden Fall immer für mein Ipad mini.

Bei so vielen Geräte die im Urlaub Strom verbrauchen ist der USB Stromverteiler für den einfachen Leihwagen schon fast Pflicht. Der Adapter ist günstig und passt in jede Tasche – USB Autosteckdosenadapter

Nie fehlen darf (bei längeren Reisen) die Kofferwaage. Kostet wenig, wiegt kaum was und spart viel Übergepäckgebühren.

 

Du schleppst so ein paar elektronische Geräte mit Dir rum, die ab und zu mal wieder geladen werden sollten? In Deiner Unterkunft gibt es nur eine freie Steckdose? Dann ist der USB Adapter für Dich die richtige Wahl, um alle Geräte über Nacht gleichzeitig wieder aufzuladen.

 

Eine geladener Zusatzakku als Alternative zu der letzten freien Steckdose in den hintersten Flughafenecken für Handy oder sonstiges.

 

Die Digicam – z. B. eine gute, kompakte Panasonic Lumix und die passende Speicherkarte.

Wer nicht so viel mit den Speicherkarten rumhantieren möchte (oder noch eine ältere Kamera ohne WiFi hat) nimmt sich direkt eine WiFi SD Karte, um die schönen Fotos direkt per WiFi auf Handy oder Laptop zu laden.

 

Hört sich komisch an aber hat mir schon etliche Sonnerbrände und Euros von unverschämt teuren Sonnenschirmverleihern erspart: die Strandmuschel. In der Regel sehr leicht und einfach zu transportieren.

 

Für die entsprechende Musik am Strand oder auf dem Berg kommt ein kleiner Bluetooth Lautsprecher mit.

 

Bei längeren Reisen oder auch Geschäftsreisen kommt auch immer ein kleines Reisebügeleisen mit.

 

Was braucht man sonst so:

Tickets

Hotelbestätigung / Unterkunft Kontaktdaten

Kreditkarte

Personalausweis bzw. Reisepass

Fehlt noch etwas wichtiges? Schreibt uns einfach!

Kusadasi an der Ägäis, Türkei im Herbst

Kusadasi an der Ägäis, Türkei im Herbst

Kusadasi, Ägäis, Türkei – Erfahrung und Tipps

Kurzentschlossen haben wir einen schnellen Urlaub in der Türkei über das lange Wochenende gebucht – Hauptgrund war der Besuch einer türkischen Hochzeit von unseren Freunden in der Nähe von Kusadasi. Über Check24.de haben wir ein gutes Hotel an der Ägäis in der Nähe der Stadt Kusadasi gefunden.

Der Flug von Hannover nach Izmir war erwartungsgemäß unspektakulär und durch den späten Abflug um 22.50 Uhr gut für eine erste Pause. Angekommen in Izmir ging es nahtlos mit dem Bustransfer zum Hotel. Gott sei Dank war der Fahrer deutlich wacher als wir und hat uns die knapp zwei Stunden durch die dunkle Nacht kutschiert.

Gegen 4.30 Uhr sind wir dann am Hotel SunConnect Atlantique angekommen, wo uns ein freundlicher Mitarbeiter begrüßt hat. Durch die nächtliche Reise haben wir im Prinzip nur noch das Bett gesucht und sind zufrieden eingeschlafen.

Der erste Tag an der Ägäis im Herbst

Am Freitagmorgen hat uns dann direkt die Sonne geweckt, die auch Anfang Oktober das Thermometer am Tag auf knapp 30 °C aufgeheizt hat. So sollten wir vier wirklich sonnige Tage erleben.

Gut gelaunt haben wir uns dann das Frühstücksbuffet vorgenommen. Die Auswahl war wirklich gut und vielseitig. Überraschenderweise waren in dem Hotel nur sehr wenig Gäste. Dies mag zum einen an der Nebensaison aber zum anderen auch an der politischen Lage liegen. Wie auch immer: wir hatten am Pool die freie Auswahl genau wie auch am Strand und im angeschlossenen Aquapark!

Die komplette Anlage des SunConnect ist sehr sauber gehalten. Man hat die Auswahl zwischen einem großen Pool für Familien und einem separaten großen Pool nur für Erwachsene als „Relaxzone“. Praktischerweise war auch an dem Relaxpool eine der beiden Hotelbars. Die Bars hatten im Prinzip vom Frühstück bis 23.00 Uhr geöffnet. Danach konnte man an die Stranddisco wechseln, wo allerdings das All-Inclusive Angebot nicht mehr galt.

Klassischer All-Inclusive Urlaub im leeren Hotel in Kusadasi

Die größte Herausforderung in den vier Tagen bestand nur darin den Plan zu lesen, wo man als nächstes was zu Futtern bekommen würde. Es war eben der klassische All-Inclusive Urlaub!

Als besonderes Highlight des Hotels gilt der angeschlossene Tortuga Aquapark, den man als Hotelgast kostenfrei nutzen darf. Auch andere Gäste können den Park gegen Gebühr nutzen. Zu beachten ist, dass das All-Inclusive Angebot nicht mehr im Aquapark gilt und man über eine Guthabenkarte Essen & Trinken kaufen kann.

Im kompletten Hotel (mit Aquapark und auch Strand) gibt es eine gute bis sehr gute Wifi-Abdeckung, was gerade bei den Roaminggebühren in der Türkei sehr praktisch ist und sicher den einen oder anderen Euro spart.

Für die vier Tage haben wir es uns auch erspart Geld zu wechseln. In der direkten Umgebung kann man alles in Euro bezahlen. Dies fängt beim Dolmus an, den vielen Kleinbussen, mit denen man von links nach rechts und vor allem nach Kusadasi kommt (ca. EUR 1,5) bis hin zum Restaurant in der Altstadt und hört bei den vielen Händlern im Altstadtbereich auf. Bei einem längeren Aufenthalt hätten wir sicher auch Geld gewechselt.

Shopping in Kusadasi – die Altstadt.

Bedingt durch die wenigen Touristen in der Innenstadt von Kusadasi hatten die Händler auch deutlich mehr Zeit und Aufmerksamkeit für unseren kurzen Besuch am Samstagvormittag! Es ist schon beeindruckend wie viele Geschäfte die gleichen „original“ Markenprodukte (Uhren Schweizer Fabrikate, Taschen aus Paris, Sportbekleidung und Trikots aus aller Welt) auf so engem Raum verkaufen. Eine höhere Dichte an Premiumgeschäften hat sicher noch nicht mal die KÖ in Düsseldorf…

Der Ehrgeiz der Händler weckte natürlich auch unseren Ehrgeiz wirklich den allerallerallerbesten Preis für die allerallerallerbeste Qualität zu bekommen. Man muss schon einen gewissen sportlichen Antrieb für die Verhandlungen mitbringen, für die meine Freundin mit Ihren Shoppingerfahrungen das deutlich bessere Talent hatte.

Mit gefüllten Taschen und einem leeren Portemonnaie sind wir dann wieder mit dem Dolmus zum Hotel gefahren. Interessant war an der Rückfahrt nur, dass man uns ohne zu Fragen direkt in den richtigen Dolmus gesetzt hat. Wahrscheinlich hat unser All-Inclusive Bändchen hier enorm dabei geholfen was wohl ähnlich einer Hundemarke funktioniert. Auf jeden Fall geht man so nicht verloren.

Nach dem Shopping-Erlebnis haben wir die restlichen Tage noch genutzt, um uns die Sonne schön auf den Bauch scheinen zu lassen – am Strand – am Pool – am Strand – im Aquapark!

Der Aquapark im Hotel für uns alleine…

Der Aquapark war mindestens genauso leer wie das Hotel. Für eingefleischte Fans von Wasserrutschen ist dies natürlich der Hit, weil man eben keine langen Warteschlangen hatte. Nachteilig dabei ist natürlich, dass man in kürzerer Zeit viel mehr Treppen steigt als man es sonst machen würde. Es gibt im Park sieben größere Rutschen, einen Wibit-Aqua Parcours, einen Kinderpool mit kleinen Rutschen, kleinere Kinderrutschen und einen großen Pool zum normalen Schwimmen.

Besonders interessant fand ich den Wibit- Aqua Parcours. Nach 2-3 Runden hat mein Körper mir am Abend in Form eines wunderbar heftigen Muskelkaters meine aktuellen Defizite aufgezeigt. Den Spaß war es auf jeden Fall wert.

Zwei der größeren Rutschen sind Reifenrutschen (auch mit Doppelreifen). Hier ist eine Rutsche hervorzuheben, die als „U“ ausgeführt ist und doch etwas mehr Überwindung erfordert. In anderen Parks wird diese Rutschenform gerne als Kamikaze bezeichnet. Daneben gab es noch eine Trichterrutsche, eine offene Rutsche für 3 Personen. Zwei Twister-Rutschen und eine „Free-Fall“ Rutsche waren auch über den Rutschenturm zu erreichen. Die letzten drei Rutschen waren komplett dunkel.

Für die ruhigeren Besucher gab es noch einen kleinen Wasserkanal, auf dem man sich mit den Reifen treiben lassen konnte.So richtig Spaß kam dabei aber nicht auf…

Im Park gab es viele Bademeister, die auf die wenigen Gäste gut aufgepasst haben. Man kann es Ihnen nicht übelnehmen, dass sie auch gerne mehr Betrieb gesehen hätten.

Der Strand am Hotel.

Eine gute Abwechslung zum Aquapark war am Nachmittag der Strand, der ebenfalls bewacht war. Das Wasser der Ägäis war im Oktober noch angenehm warm. Am Hotelstrand gab es genügend Liegen (mit Auflagen). Als weiteren Service hat das Hotel noch Poolhandtücher angeboten, die auch mehrmals am Tag getauscht werden konnten. So ein leerer Aquapark ist natürlich unbeschreiblich viel besser als z. B. das volle Etnaland auf Sizilien.

Aufgrund der kurzen Zeit haben wir den Urlaub nur zum Relaxen genutzt, was uns mit Ausnahme des Muskelkaters auch sehr gelungen ist. Wer mehr unternehmen möchte, kann in der näheren Umgebung noch die sehr beeindruckenden Ausgrabungen von Ephesus besuchen, die ich nur empfehlen kann. Als tollen Tourguide kann ich hier die Firma Ephesus Deluxe empfehlen, die zu einem guten Preis wirklich individuellen Touren anbieten (selbst im Rahmen einer Kreuzfahrt getestet).

Nach vier Tagen von Freitag bis Montag sind wir dann am Montagabend am Hotel wieder abgeholt und nach Izmir zum Flughafen gebracht worden.

Fazit

Auch für ein verlängertes Wochenende lohnt sich der Urlaub in der Türkei. Die Flugzeiten an die Ägäis sind von Hannover nur unwesentlich länger als zu den Balearen und auch der Transfer ist überschaubar. Mit den „Nachtflügen“ kann man fast volle Urlaubstage herausholen. In der Nachsaison sind die Händler vielleicht noch einmal mehr zu einem allerbesten Preis bereit und die Hotels nicht so überlaufen.

Du warst schon mal in der Türkei im Urlaub? Wie hat es Dir gefallen?

Italien oder Spanien sind mehr Deine Urlaubsziele? Dann schau doch einfach mal unsere Berichte über die Alhambra, Gran Canaria, Teneriffa oder auch über Sardiniens Südwesten oder den Norden Sardiniens an. Viel Spaß!

Marbella, Malaga und Alhambra

Marbella, Malaga und Alhambra

Mal Malaga, mal Alhambra und auch mal Marbella

Mal Malaga, mal Alhambra und auch mal Marbella waren die erklärten Ziele in Andalusien für die zweite Woche Urlaub nach dem Start an der Algarve. Und so ging es gut erholt und zeitig am Samstag in Albufeira los. Ab auf die A22 und los in Richtung Osten. Nach knapp achtzig Kilometern auf der Autobahn ging es dann über die Puente Internacional del Guadiana nach Spanien. Unser Tagesziel bei kuscheligen 38 °C war Torrox an der Costa del Sol bei Malaga.

Auf dem Weg nach Torrox haben wir zur besten Mittagszeit eine kurze Pause in Sevilla eingelegt. Außer ein paar Touristen, die wohl ebenfalls auf dem Weg waren oder kein vernünftiges Temperaturempfinden hatten, waren kaum Menschen auf den Straßen zu sehen. Die 38 °C waren in der Tat schon eine gute Herausforderung und wirklich keine Einladung für längere Stadterkundungen. So haben wir uns darauf beschränkt unser Auto direkt im Zentrum im Parkhaus gegeben über des berühmten Torro del Oro in der Av. Paseo de Cristina abzustellen und nur einen kleinen Ausflug ins Zentrum zu unternehmen.

Von der Av. Paseo Cristina gelangt man schnell auch an den Plaza de Espana, den wir uns noch angesehen haben. In direkter Umgebung sind auch die Kathedrale, die Stierkampfarena, der Palast, Theater, Universität etc. etc. Mit unserem kurzen Zwischenstopp hat die Stadt schon im Zentrum sehr beeindruckt. Leider war die große (aber auch zu erwartende) Erkenntnis, dass Sevilla an einem 20. August bei strahlender Sonne eben doch nicht das beste Ziel ist. Und so sind wir direkt weiter Richtung Malaga und Torrox gefahren. Erfreulicherweise sind die Autobahnen auch in Spanien sehr leer gewesen.

Plaza de Espana, Sevilla, Andalusien

Andalusien, da kommt noch mehr…

Das nächste Abenteuer sollte nicht lange warten. Angekommen in Torrox wurden wir von dem freundlichen Hausverwalter begrüßt, der uns den Weg hinauf in die Berge bei Torrox zu unserem Haus gezeigt hat. Nach fünf Kilometern oder anfänglich 20 Minuten Fahrtzeit bei interessanter Straßenführung kamen wir dann an unserem Ferienhaus, der „Villa Vista“, an.

Einsam am Berg und überraschenderweise doch mit Strom und fließendem Wasser ausgestattet! Es sollte eine sehr erholsame Woche im Haus werden; einzig die Fahrt zum Bäcker musste morgens ausfallen.

Mit einer atemberaubenden Aussicht über Torrox Costa wurden wir für die fehlenden frischen Brötchen morgens gut entschädigt. Das Haus hatte wirklich alles zu bieten, um sich eine Woche sehr gut zu erholen. Neben dem Pool gab es auch eine tolle Dachterrasse, auf der man wunderbar grillen und chillen konnte. Neben dem Haus war ein kleiner Weinberg angelegt und auch die Früchte von den Bäumen aus dem Garten hätte man essen können.

Ein gut überlegter Einkaufszettel war auch die Voraussetzung für die tolle Erholung, denn durch die längere Auffahrt zu dem Haus war die im Supermarkt vergessene Kaffeemilch schon sehr ärgerlich. Die nächsten größeren Geschäfte waren ca. 30 Minuten (ungeübter) Fahrtzeit entfernt.

Und so haben wir die Ausflüge ins Tal auch immer für einen entsprechenden Tageseinkauf genutzt.

 

Apropos Tagesausflüge: Torrox und Torrox Costa liegen östlich von Malaga. Nach einem ersten schnellen Blick auf die Karte auch ein gutes Programm auf der Liste: die Alhambra, Gibraltar, Malaga, Sevilla (war schon abgehakt), Marbella, Nerja und ein Aquapark in der Region. Genug für sieben Tage mit  ein paar Tagen Erholung am Pool.

Der Plan war gesetzt! Gesagt, getan und losging es. Vergessen hatten wir in dem Plan die Sonne Andalusiens, die doch die ein oder andere Änderung vornahm. Letztendlich haben wir trotzdem so viel gesehen, sodass wir wenigstens einen ersten Eindruck von dieser vielseitigen Region gewinnen konnten.

Andalusien im August bietet sich vor allem für eines an: relaxen am Pool. Oder am Strand.

Kultur, und noch mehr Kultur

Wer die Kultur sucht hat mit Andalusien ein tolles Reiseziel. Auf unserer Liste fehlten ganz klar Cordoba und auch Ronda westlich von Malaga. Alles in allem natürlich ein riesiges Gebiet, was mehr als eine Woche Urlaub verlangt. Wir kommen wieder.

Angefangen haben wir nach unserem Plan mit Marbella und Malaga. Bekannt als Lieblingsort der Schönen und Reichen lockt Marbella auch Normalsterbliche an, um sich mal anzusehen was man mit zu viel Geld alles so mehr oder weniger sinnvolles machen kann.

Das schöne Marbella zeigt sich am kleinen Hafen, der auch an die Altstadt angrenzt. Das dekadente Marbella zeigt sich am ca. 5 km entfernten Yachthafen, wo die Superyachten der Superreichen sich wie an einer Perlenkette aufreihen. Unschwer ist zu erkennen, wer es hat und wer nur mit dem kleinen Kutter mit dabei sein möchte.

Und genau an diesem Yachthafen stehen selbstredend passende Superflitzer. Kleiner Tipp – man kann sich die Autos passend für den stilechten Besuch auch ausleihen. Am Ende der Straße Conjuta Banabola muss man sich dann nur entscheiden, ob man rechts Richtung Cartier (ca. 110 m) oder links an den Restaurants vorbei abbiegt. Ich empfehle links herum. Die Strecke ist wenigstens 170 m lang und man kann über die Parallelstraße hinter den Häusern immer schön im Kreis fahren und so auch Strecken schaffen. Wenn nicht nur die Touristen im Weg stehen würden!

Wer es mag, der kann nach einer ausgiebigen Runde auch noch ein schönes Eis am Hafen essen. Preis je Kugel im Becher 3,5 Euro. Der Fairness halber gibt es einen Mengenrabatt ab der zweiten Kugel.

Nirgends in Andalusien ist die Dichte an Superlativen höher als am Yachthafen von Marbella und es gleicht im übertragenen Sinne einem Zoobesuch. Auf der einen Seite die vermeintlich stolzen Yachtbesitzer, die um die größte Yacht prahlen und auf der anderen Seite der normale Tourist. Wer wen mehr ansieht, mag dahin gestellt sein. Aber auch hier gilt wie im Zoo: Nicht durch das Gitter greifen und füttern verboten!

Von Marbella nach Malaga

Auf der Rückfahrt lag nach Marbella dann mit Malaga ein weiteres Ziel von unserem Plan auf dem Weg.

Malaga ist im Zentrum eine sehr schöne Stadt mit gefühlt unendlich vielen Tapas-Bars und Restaurants, die alle sehr einladend wirken. Mit einem freundlichen Gruß von der Sonne („Der Pool ruft!“) sind wir nach einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt wieder nach Torrox gefahren.

Kathedrala Malaga
malaga-innenstadt

Auch wenn der Stopp kurz und knackig war – wir würden nochmal für einen Besuch wiederkommen. Gibraltar hatten wir zu dem Zeitpunkt bereits wegen der Entfernung, des Pools und der Sonne von der Liste gestrichen.

Das Highlight der Woche war für mich der Besuch der sagenumwobenen Alhambra bei Granada, die auch zum Weltkulturerbe gehört.

Die Alhambra bei Granada ist eine der meistbesuchten Ziele in Europa und so empfiehlt es sich die Eintrittskarten schon vorab im Internet (unter www.alhambra-tickets.es / nur spanisch / englisch) zu bestellen. Mit den bestellten Karten hat man einen garantierten Einlass in den Nasriden-Palast im Zentrum der komplexen Anlage. Wichtig dabei zu beachten ist das Zeitfenster, was man mit der Bestellung festlegt: außerhalb dieser Zeiten kann man „nur“ die Gärten ansehen.

Die Tickets gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Das Ticket mit vollständigem Zugang zu den Nasriden-Palästen und dem Generalife kostet knapp 14,- Euro / Erwachsener.

Wir hatten die Tickets für den Vormittagsbesuch bestellt, was für den Besuch im  Sommer auch zu empfehlen ist. Nachdem wir die Onlinetickets direkt an den Kartendruckern neben dem Souvenirshop vor dem Haupteingang ausgedruckt hatten, konnte es losgehen.

Es gibt einen ausgeschilderten Rundgang durch die Alhambra, dem man bequem folgen kann (externer Link: Alhambra-Plan für iOS / Android). Vor Ort sollte man sich wenigstens noch einen Audio-Guide buchen. Wir haben diese Chance leider verpasst. In den Gärten verlaufen sich die Menschenmassen sehr. Einzig im Nasriden Palast wird es dann etwas voller.

Man kann sicher viele Seiten über die Alhambra schreiben. Ich will mich an dieser Stelle kurzfassen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall und gehört sicher zum Pflichtprogramm bei einem Urlaub in Andalusien.

Bei kühleren Temperaturen bietet sich vor oder nach dem Besuch der Alhambra noch Stadtbummel in der Altstadt von Granada an.

Wir haben es dann nach dem ausführlichen Aufenthalt in der Alhambra doch vorgezogen wieder an den Pool zu fahren. Und so ging es dann mit einem Abstecher durch die Sierra Nevada parallel zur Autobahn wieder Richtung Torrox.

In der unmittelbaren Nähe zu Torrox Costa liegt auch Nerja, der von beiden Orten ganz klar der schönere Ort für einen Besuch an der Costa del Sol ist. Nerja mit dem Balcon de Europa (einem Aussichtspunkt an der Fußgängerzone) bietet so ziemlich alles, was man von einem Urlaubsort erwarten würde. Schön ist an Nerja, dass der Innenstadtbereich dabei kaum mit Zweckbauten verschandelt wurde. Die Vielzahl der Restaurants und Bars bieten eine große Auswahl. Sofern man nicht gerade ein tolles Ferienhaus an einer unbefestigten Straße im Gebirge hat, wäre Nerja ein alternatives Ziel für einen Urlaub.

Frigiliana II
Nerja Balcon de Europa
Nerja Strand
Frigiliana

Den Abschluss dieser schönen und sehr erholsamen Woche haben wir dann in Frigiliana bei einem Stadtfest (XI Festival Frigiliana 3 Culturas) verbracht. Auf der Tapas Strecke kann man von einem zum nächsten Restaurant schlendern und viele verschiedene Tapas testen. Und Wein. Und Bier. Mit der spanischen Musik im Hintergrund und den Musikgruppen auf der Hauptbühne lässt es sich sehr gut feiern!

Um den Urlaub in Andalusien mit den wenigen aber aussagekräftigen Worten einer typischen Ebay-Bewertung zu bewerten sagen wir, „Immer wieder gerne!“

Hier geht’s nochmal zurück an den Anfang der Reise => ab nach Portugal!

Was habt Ihr in Andalusien erlebt? Wo sollte man auf jeden Fall mal gewesen sein? Du interessierst Dich doch mehr für Italien oder die Kanaren? Dann lies doch einfach mal über unsere Erlebnisse am Ätna oder wie wir durch die Serpentinen von Gran Canaria gedüst sind.

Und hier konnten wir auch ohne Strom immer gut nachschauen:

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Algarve von Faro über Albufeira bis Cabo de São Vicente

Algarve von Faro über Albufeira bis Cabo de São Vicente

Praia da Marinha an der Algarve in Portugal - ein toller Strand

Sommer, Sonne, Strand, Algarve in Portugal und Costa del Sol in Spanien

Die Algarve! Das erklärte Ziel für den Urlaub in 2016 nach einem bescheidenem norddeutschen Sommeranfang!  Mit diesen Voraussetzungen und dem Wunsch jetzt endlich mal Portugal und Süd-Spanien anzuschauen ging es ans Werk.

Gesagt, getan: die gängigen Buchungsseiten warfen eine Menge an Hotels aus, die ihre besten Zeiten wahrscheinlich nur kurz nach dem Bau erlebt haben. Kurzentschlossen haben wir uns daher entschieden, den Urlaub in je eine Woche Portugal, Algarve und eine Woche Spanien aufzuteilen. Geht das alles in zwei Wochen? Ja, mit etwas gutem Willen sollte es funktionieren.

Von Bremen aus ging es dann mit Ryanair direkt nach Malaga; von dort aus mit dem Leihwagen nach Albufeira in Portugal. Nach dem üblichen Prozedere der Leihwagenfirmen, die einem noch diverse, fantastische Zusatzversicherungen aufschwatzen wollten, saßen wir in unserem Gefährt Richtung Portugal.

Endlich Portugal

Die Fahrt in Spanien und Portugal war eher unspektakulär; alle Autobahnen waren so frei, wie man es sich in Deutschland nur gerne mal wünscht.  Nach der Brücke über den Río Guadiana wird man in Portugal direkt an der Mautstation empfangen. Per Kreditkarte wird das Auto registriert. Danach geht es Mautpflichtig weiter, wobei die Erfassung automatisch erfolgt und man sich außer der Rechnung keine weiteren Gedanken machen muss.

Bei überschaubaren Beträgen von wenigen Cent oder Euros je Abschnitt sollte sich der Schrecken schwer in Grenzen halten im Vergleich zum Vorankommen auf der Straße. Die eigentliche Küstenstraße ist eher klein gehalten und durch die vielen Ortsdurchfahrten nichts, um auch mal schneller voranzukommen.

Nach knapp 440 km Fahrt  von Malaga kommend sind wir dann in der Appartementsiedlung in St. Rafael bei Albufeira glücklich angekommen. St. Rafael liegt nur knapp zwei Kilometer westlich von Albufeira an der Algarve und hat wunderschöne Strände, von denen der Praia de São Rafael nur 3-4 Flip-Flop Minuten entfernt war. Ideal für die Strandtage und das Glas Wein bei Vollmond! Am Strand selbst ist ein tolles Fischrestaurant, was bis in die späten Abendstunden immer gut besucht war.

Albufeira Strand, Algarve

Albufeira an der Algarve

Albufeira liegt relativ zentral an der Küste der Algarve zwischen Faro im Osten und Sagres mit dem Cabo de São Vicente im Westen, sodass es für einen „Ersturlaub“ sicher ein gutes Reiseziel ist.

Der Ort ist lebendig, laut, quirlig und touristisch voll erschlossen. An den einstigen kleinen Fischerort, der sich an die Felsen schmiegt, kann sich heute wohl auch keiner der Einheimischen mehr erinnern. In Albufeira kann man eigentlich rund um die Uhr essen, relaxen, feiern, chillen, kaffeesieren, tanzen, shoppen… nur mit dem Parken ist es etwas schwerer.

Wie in den meisten touristischen Zentren gibt es auch in Albufeira die typischen Touristenfallen – die Restaurants am zentralen Marktplatz gehören nach eigener Erfahrung mit dazu, so freundlich die Kellner am Platze auch sind. Kleinere Restaurants in den Nebenstraßen mögen hier besseres Essen zu günstigeren Preisen anbieten – den Grill auf der eigenen Terrasse war an dieser Stelle unschlagbar. Die Supermärkte Oceano – Barreto & Filhos oder auch der Apolónia Supermercados sind hier mit ihrer tollen Auswahl an frischem Fisch und Fleisch hervorzuheben.

Praia de São Rafael – unser Hausstrand

Am ersten Tag hat es uns dann nach dem vorabendlichen Besuch in Albufeira erst einmal an den Praia de São Rafael verschlagen, der zu unserem Hausstrand werden sollte.

Tag zwei an der Algarve wurde dann mit einer Fahrt in Richtung Westen begonnen, der uns über die Küstenstraße nach Armação de Pêra geführt hat. Sicher einer der Orte, die man getrost schnell wieder verlassen kann da sich hier alte Hochhäuser trist aneinanderreihen. Die nette Promenade kann die Häuserfront leider nicht mehr weiter aufwerten. Also ging es schnell weiter nach Portimão (ein Tipp des Reiseführers). Auch hier begrüßen einen wieder triste Hochhäuser aus den 70 – 80er Jahren mit ihrem ganz speziellen „Charme“… sollte das die tolle Algarve sein?

Gott sei Dank war die Innenstadt dann doch sehr viel einladender. Gut parken kann man z. B. in dem Parkhaus direkt unter dem Platz der Republik, was so gut wie in der Innenstadt ist und direkt an die Fußgängerzone grenzt. Der beliebte und schöne Strand Praia da Rocha ist von der Innenstadt nur wenige Kilometer entfernt und war unser nächstes Ziel.

Ferragudo

Nach dem ausgiebigen Sonnenbaden und Abkühlen im angenehm warmen Atlantik sind wir auf dem Rückweg noch nach Ferragudo gefahren. Der kleine Ort auf der anderen Seite der Arade gegenüber von Portimão hat sich den Stil des „kleinen Fischerortes“ bewahrt. Nicht, dass es touristisch nicht auch erschlossen wäre, aber hier hat man wirklich das Gefühl, dass man noch in einem kleinen Hafenort ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass in Ferragudo keine der sonst überall zu sehenden hässlichen Hochhäuser stehen.

Ferragudo, das kleine Fischerdorf

Die N125, also die Küstenstraße, sollte unsere gute Bekannte auf dem Urlaub werden. Auch die vielen Kreisel werden uns sicher in Erinnerung bleiben. Wo die kleinen Dorfkreisel keine Erwähnung wert sind, gibt es dann bei Albufeira Kreisel mit höherem Reiz: zweispurige Einfahrten von vier Seiten, bei denen gefühlt alle zeitgleich einfahren. Schön ist, dass es geht!

Tag vier sollte uns an den südwestlichsten Punkt Europas führen, das Cabo de São Vicente. Auf dem Weg dahin lag noch der Ort Silves als Zwischenstopp, was sich auch als glückliche Fügung zeigen sollte. In der besten Mittagssonne haben wir so also das Castelo de Silves angesehen, was eine sehenswerte Burgruine ist. Gleich nebendran ist auch die Kathedrale. Mehr ließ die Mittagssonne dann auch beim besten Willen nicht zu. Im Umfeld der Burg wurde ein riesiger Mittelaltermarkt veranstaltet, den wir uns dann glücklicherweise noch zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich angesehen haben – die Feira Medieval de Silves.

Cabo de São Vicente

Weiter Richtung Westen: auf der A22 ging es dann gewohnt zügig voran und an Abfahrt 1 dann Richtung Cabo de São Vicente.  Und wenn man schon auf dem Weg ist, nimmt man natürlich noch das Fortaleza de Sagres, von wo man aus den Leuchtturm des Cabo de São Vicente sehen kann. Ob der Abstecher empfehlenswert ist, kann ich noch immer nicht genau sagen. Meine Erwartungen hat die Burg nicht wirklich erfüllt und die 38 Meter große Windrose war auch nicht so das wahnsinnige Highlight der Burg…  direkt neben dem Fortaleza de Sagres ist mit dem Praia do Tonel einer der beliebtesten Surfstrände der Region. Von den Klippen des Forts kann man unzähligen Surfern direkt zusehen. Der Zugang zum Strand ist direkt auf dem Weg zum Cabo de São Vicente.

Letzte Bratwurst vor Amerika

Das Cabo de São Vicente – letzter Punkt Süd-West-Europas und auch damit irgendwie ein mystischer Ort. Von dort aus geht dann auf den Atlantik Richtung Amerika. Vor Ort befindet man sich in guter touristischer Begleitung von vielen anderen Menschen, die sich diesen sonst recht kargen Platz am Ende der Welt auch mit ansehen. Neben dem kleinen Museum und dem Restaurant am Leuchtturm hat sich ein Deutscher niedergelassen, der die letzte Bratwurst vor Amerika verkauft. Hier konnten sich also die Seefahrer nochmals ordentlich stärken, bevor es dann monatelang nichts Ordentliches mehr zu Essen gab. Was muss das für eine Freude gewesen sein, die erste Bratwurst nach Europa in der neuen Welt in den Händen zu halten!

Als wirkliche nette Idee bekommt man zu jeder Wurst auch noch ein Zertifikat, was den Besuch des entlegenen Ortes hochoffiziell bestätigt!

Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Zwischenstopp in Sagres – ziemlich windig und daher verständlicherweise das Surferparadies vor Ort. Unser Tag war noch lange nicht zu Ende und so haben wir auf dem Weg der N125 in Lagos angehalten.

Letzte Bratwurst vor Amerika

Lagos

Ein Besuch in Lagos ist quasi der Pflichttermin auf jedem Algarve-Urlaub. Man kann wahrscheinlich nirgendwo besser die tolle Küstenlandschaft sehen als an diesem Ort. Eine Heerschar an Bootsunternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht die (ebenfalls) Heerscharen an Touristen auf kleinen Bötchen an der wunderschönen Küste vorbei und zum Teil auch in die Grotten zu fahren (ca. 15 Euro / Person). Es empfiehlt sich bei mehreren Anbietern nachzufragen. Teilweise werden die Boote eng besetzt und man aus der Mitte heraus nicht mehr so gut sehen und fotografieren kann. Das typischste aller Algarve-Postkartenmotive, der Ponta da Piedade, ist auch bei der Bootstour zu sehen.

Atlantik und Gezeiten

Wer etwas mehr Zeit einplant, schaut vorher in den Gezeitenkalender und fährt bei Ebbe. Die Boote können dann viel besser in die Höhlen fahren, die wir zum Teil nur erahnen konnten. Hier zeigen sich die knapp vier Meter Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut ganz deutlich. Neben den Motorbooten gab es auch viele Seekajakfahrer, die sich am Ende Ihrer Tour bequem von Motorbooten in Hafen schleppen ließen. Motorisiert oder per Paddel – ein absolut empfehlenswerter Ausflug. Der Spaziergang durch die schöne Altstadt rundet den Besuch in Lagos ab. Aufpassen sollte man allerdings gut auf die Parkzeiten. Die örtlichen Politessen sind gut „auf zack“ und kassieren fleißig die Promenade ab… bezahlen kann man direkt im Parkhaus am Gericht. Es funktioniert reibungslos!

Praia da Marinha

Zwischen Lagos und Albufeira liegen an der Küste bei den kleinen Dörfern Lagoa und Porches kleine aber sehr tolle Strände. Wir haben uns direkt den Praia da Marinha ausgesucht. Der Zugang zu dem Strand ist gut zu erreichen und nach wenigen Minuten ist man die Klippen heruntergelaufen. Man sieht als Entschädigung  einen der schönsten Strände Europas vor sich! Die Zeit ging leider viel zu schnell vorbei. Neben  dem Praia da Marinha gibt es noch den Praia de Benagil, der auch nicht weniger schön ist (aber problematischer mit der Parkplatzsuche).

Wem die vielen Strände und das tolle Wasser zu viel sind kann in der Shopping Mall “Algarveshopping” auch nach Herzenslust einkaufen gehen. Die Shopping Mall ist außerhalb von Albufeira und gut mit dem Auto zu erreichen. Natürlich über die N125. Ein kleines Erlebnis für sich ist der Supermarkt in der unteren Ebene. Wer noch schnell eine neue Speicherkarte für seine Digicam benötigt wird ebenfalls bei „Worten“  im Algarveshopping fündig.

Die Shopping Mall ist bis Mitternacht geöffnet und daher auch ein nettes Ziel für die Abendstunden.

Feira Medieval de Silves

Wir haben dafür die deutlich bessere Alternative gewählt und sind an unserem vorletzten Abend nochmals zurück nach Silves gefahren, wo die Feira Medieval de Silves gefeiert wurde. Für das Mittelalterspektakel wurde die Innenstadt komplett gesperrt. Mit einem kleinen Eintrittsgeld konnte man sich dann den Bereich um die Burg, die Innenstadt und Kirche ansehen. Neben vielen Schmuck- und Süßigkeitenbuden konnte man sich auch mittelalterliche Kostüme ausleihen und sich verkleiden. Viele Besucher haben so Ihre Zeitreise gemacht. Die Met und Weinstände halfen sicher auch gut dabei. Neben dem Euro wurde auch mit dem Xilb als offizielle Marktwährung bezahlt. Zu dem eigentlichen Markt gab es noch viele musikalische Veranstaltungen, Reiterturniere, Theateraufführungen in der Burg etc. Alles in allem ist der Markt wirklich sehenswert und aufgrund der vielen verschiedenen Aufführungen auch an mehreren Tagen ein schönes Ziel. Mit mehr Zeit wären wir sicher auch nochmal wieder hingefahren.

Erfreulicherweise haben die Menschen in Portugal auch im „gefühlten“ Mittelalter schon Englisch gesprochen, sodass die Verständigung kein Thema war. Ganz ähnlich ist es im Übrigen auch in allen anderen Orten an der Algarve, wo viele Engländer sich für Ihren Lebensabend niedergelassen haben.

Faro Panorama

Faro

Nachdem der Westen Albufeiras abgegrast war, wollten wir uns noch die Hauptstadt der Algarve mit Faro ansehen. Auf dem Weg dahin gab es noch einen kurzen Stopp in Loulé und der schönen Markthalle. Wer hier früher aufsteht als wir, sieht sicher noch mehr  🙂 . Trotz unseres verhältnismäßig späten Marktbesuches am Vormittag war es den Besuch wert, auch wenn wir keinen Fisch oder Fleisch gekauft haben. Das erklärte Tagesziel war Faro!

Und so erreichten wir Faro zur besten Mittagszeit und konnte bei strahlendem Sonnenschein uns die Stadt ansehen. Direkt am Hafen waren gute Parkmöglichkeiten. Von dort aus ging es dann in die Innenstadt und auf den Hügel mit der Kirche und dem Klostermuseum. Vom Kirchenturm aus hat man eine fantastische Sicht über die komplette Lagune vor der Stadt.

Und so sollte sich dann unser Urlaub in Portugal dann langsam dem Ende nähern und das nächste Abenteuer Andalusien starten.

Unser Fazit: ein tolles Land und eine tolle Region, wenn man die Bausünden ausblendet. Und genau das funktioniert ganz wunderbar, wenn man an einem der tollen Strände Richtung Atlantik schaut …

Und hier geht’s dann ab nach Spanien…eine Woche Andalusien und viel, viel Sonne!

Was waren Eure Highlights an der Algarve? Ich freue mich über neue Ziele 🙂

Und weil’s so schön war und ich ein paar Fotos aus dem Wasser herausmachen wollte habe ich mir für den Einstieg eine einfache aber gute Action Cam angeschafft. Mit den 16 oder 32 GB ist man schon ganz gut ausgestattet. Bei Amazon habe ich eine ganz ähnliche Kamera gefunden, die ähnlich gute Bilder macht und schon eine ganz passable Ausstattung für den Anfang mit dabei hat. Das Zubehör-Set habe ich mir dann nach dem Urlaub nachträglich gekauft.

Und das war einer unserer offline Tourguides, den wir mit gutem Gewissen empfehlen können:

Usedom, Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin

Usedom, Swinemünde, Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin

Świnoujście (Swinemünde) auf Usedom

Usedom  bietet mit Swinemünde auf der polnischen Seite ein nicht ganz so dekadentes Ziel wie man es in Ahlbeck, Heringsdorf oder auch noch Bansin findet. Wer schön & schick sucht, bleibt sicher auf der deutschen Seite.

Doch auch der polnische Ort hat seine ganz eigenen Reize und ist ein schönes Urlaubsziel. Der gefühlt endlos breite Strand lockt mit feinen Sand.

Folgende Sachen haben wir erlebt:

  • Einkaufen in Swinemünde
  • Wo man lecker in Swinemünde essen kann
  • Welche Sehenswürdigkeiten die Stadt zu bieten hat
  • Ob sich der “Polenmarkt” in Swinemünde wirklich lohnt

Das Treiben in den Restaurants und Strandimbissen ist tagsüber und auch Abends lebhafter und bietet eine Vielzahl von leckeren Gerichten für deutliche günstigere Preise als in den feineren Nachbarorten.

Zu empfehlen ist hier der Imbiss Pizzeria i Smalzania (rechte Seite) oder auch das Restaurant Dune fast am Ende der Promenade.

Eine direkte Promenade am Strand lädt zu einem Spaziergang ein und bietet fantastische Aussicht über die Ostsee. Auf der eigentlichen Hauptpromenade reihen sich die Geschäfte, Parks, Restaurants über einen guten Kilometer aneinander.

Die Hauptpromenade ist zum Teil schon modernisiert – alte Zeiten sind auf anderen Stücken noch immer zu sehen und machen heute schon fast einen gewissen Charme aus. Zu allen Zeiten spielen Straßenmusiker und geben der Promenade ihren eigenen Flair.

In westliche Richtung schließt der grenzübergreifende Radweg an, der alle Seebäder von Swinemünde bis Bansin direkt verbindet. Der Weg ist tagsüber stark frequentiert – vor allem Radfahrer pendeln zwischen den Orten. Abends ist der Weg dann nur noch wenig benutzt und ist daher auch ideal zum Inlinern (Parken auf der polnischen Seite und los gehts).

Swinemünde – ein Ort mit zwei Gesichtern.

Im sogenannten „Kurbereich“ ist vieles schon aufgehübscht und renoviert. Im eigentlichen Ort weht zum großen Teil noch der Wind vergangener Zeiten und auch die Plattenbauten am Ortseingang zeugen von der Vergangenheit.

Wir würden wieder hinfahren.Strand in ŚwinoujścieDer Mai ist übrigens ein guter Monat für einen Besuch, wobei der Urlaub wie immer allerdings mit dem Wetter steht und fällt. Hauptattraktion wie auch bei den anderen Seebädern bleibt der Strand. Es gibt noch ein paar alte Forts, die heute als Militärmuseen dienen. Wer es aktiver, mag ist sicher im Hochseilgarten direkt im Park hinter dem Kurbereich besser aufgehoben. Auf dem Pflichtprogramm steht natürlich auch eine Radtour auf dem Europaweg durch die Seebäder.

Schnäppchenjäger finden Ihre Beute direkt an der Grenzstraße Richtung Ahlbeck auf dem “Polenmarkt” . In einem Wirrwarr an „Märkten“ wird so ziemlich alles angeboten, was man sich vorstellen kann. Angefangen von den günstigen Zigaretten über „Marken“-Bekleidung, Süßigkeiten, Lebensmitteln, Parfums, CDs, DVDs und Taschen bis hin zu Angelausrüstungen kann man alles mögliche kaufen. Von Vorstellungen mediterraner Märkte sollte man sich auch schnell verabschieden, da die Geschäfte in zweckmäßigen und hässlichen Wellblechhütten untergebracht sind.

Bei der Wahl der Unterkunft würden wir nächstes Mal lieber 1-2 Sterne mehr am Hotel sehen als in diesem Jahr. Unsere Unterkunft hatte 2-3 Sterne und versprach mehr als sie gehalten hat. Obwohl es viele leckere Restaurants an der Promenade gibt wird in den Hotels eher einfach im Niveau alter Jugendherbergen gekocht.

Bei unserem nächsten Urlaub auf Usedom wird es daher im Hotel direkt nur auf Übernachtung/Frühstück hinauslaufen.

In der näheren Umgebung sind auf der polnischen Seite noch Misdroy und Rewal zu empfehlen. Bei schlechtem Wetter ist Stettin mit den Outlets eine gute Adresse.

Ziel unseres nächsten Urlaubs nach Usedom war dann unsere Tour an der Algarve und durch den Süden Spaniens mit einem Besuch der Alhambra.

Nachtrag: auf der Insel haben wir auch eine tolle Radtour gemacht. Die Wege vor Ort waren wirklich schön. Vielleicht war das auch die unbewusste Inspiration für unseren Radurlaub auf dem Weser-Radweg, zu dem wir auch einen kleinen Ratgeber geschrieben haben. Wenn Du Interesse hast, dann schau doch einfach mal auf den Bericht “Mit dem Pedelec über den Weser-Radweg”.