Sardinien Urlaub, die Karibik Europas. Strände ohne Ende

Sardinien Urlaub, die Karibik Europas. Strände ohne Ende

Sardinien Urlaub in der Karibik Europas

Sardinien Urlaub im Norden oder besser im Süden? Wir konnten uns bei dieser Frage auch nicht entscheiden und haben uns daher entschlossen einen direkten Vergleich durchzuführen. So haben wir unseren Urlaub dann in eine Woche „Sardiniens Süden“ und eine Woche „Sardiniens Norden“ aufgeteilt. Nach den zwei Wochen können wir erfolgreich sagen, dass beide Regionen ihre großen Reize haben. Der Süden der Insel (insbesondere der Südwesten) ist im Vergleich zum Norden sehr viel ruhiger. Suchst Du eine Region, die erschlossener ist und mehr Möglichkeiten bietet, dann ist der Norden der Insel das bessere Reiseziel für Dich.

Sardinien Urlaub – der Norden rockt!

Etwas südlich von Olbia liegt der kleine Ort Budoni, der unser Ausgangsort werden sollte. Du kannst natürlich  auch deutlich mondäner übernachten. In Porto Cervo an der weltberühmten Costa Smeralda bist Du im Jetset und kannst die Korken knallen lassen oder mit Deiner Yacht ein paar Runden drehen.

Von Budoni aus erreichst Du auch alle wichtigen Punkte an der Küste im Norden mit dem Auto. Bei Deiner Planung solltest Du auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, dass die Wegstrecken auf Sardinien doch etwas mehr Zeit beanspruchen als vergleichbare Strecken in Deutschland. Urlaub auf Sardinien bedeutet auf jeden Fall auch im Norden viel Strand und noch mehr Meer!

Unser Hausstrand im Urlaub auf Sardinien

Es gibt eine große Menge an Ferienwohnungen, Häusern und Campingplätzen in Budoni und Umgebung. Über die gängigen Portale findest Du sicher auch eine tolle Unterkunft nach Deinen Ansprüchen. Unser Haus war nur knapp 100 Meter vom Strand entfernt – was für ein Luxus. Im September reist Du übrigens bereits in der Nebensaison, sodass Du sehr viel Platz am Strand haben wirst. Auch an der Cala di Budoni geht es erfreulicherweise sehr flach ins Wasser.

Umgebung von Budoni

Knapp zwanzig Minuten von Budoni entfernt liegt der Ort Ottili, in dem Du auch einen kleinen Hafen findest. Im Eiscafé direkt am Hafen kannst du auch wunderbar sitzen und ein leckeres Gelato genießen.

Abends solltest Du auf jeden Fall auch nochmal nach St. Teodoro fahren. In dem kleinen Ort wird die Innenstadt für Autos gesperrt. Du kannst dann herrlich durch die Straßen der Stadt laufen und Dir die vielen kleinen Geschäfte und Boutiquen ansehen oder in einem der vielen Restaurants Essen gehen. Zum Abschluss des Abends empfehlen wir Dir einen Absacker auf der Terrasse der Bar direkt am Markt. Du findest am Markt übrigens auch die Tourismusinformation der Region. Die Mitarbeiterinnen sind sehr hilfsbereit und geben Dir sicher gute Tipps für Deinen Sardinien Urlaub.

Der Norden Sardiniens

In deinem Sardinien Urlaub ist die Chance auf schlechtes Wetter wirklich gering. Was für den Urlauber toll ist bringt für die Einheimischen viele Probleme. An einem Tag hat es uns dann auch erwischt und wir standen im wahrsten Sinne des Wortes im Regen. Was machst Du in Deinem Sardinien Urlaub bei schlechtem Wetter? Es bleibt Olbia im Norden, wo Du durch die Shoppingzentren ziehen kannst. Alternativ, und vor allem wenn Du auch einen Leihwagen hast, empfehlen wir Dich auf den Weg nach Alghero zu machen. Die Fahrtzeit von knapp zwei Stunden lohnt sich auf jeden Fall und die Chance auf besseres Wetter an der Westküste ist hoch.

Alghero im Nord-Westen Sardiniens

Nach unserer „Flucht“ vor dem Regen haben wir dann Alghero erlebt und waren sehr angetan. Für den Parkplatz musst Du wahrscheinlich ein paar Runden drehen. Italienische Innenstädte sind nicht gerade auf größere Mengen an Autos ausgelegt. Tipp: Fahr etwas an der Küstenstraße aus dem Ort, wo sich schneller ein Parkplatz finden lässt. Du kannst auf dem Weg an der Schutzmauer Richtung Altstadt von Alghero das Meer genießen und schon ein paar tolle Fotos von der Altstadt inklusive Wehrturm machen. Nach den ersten Schnappschüssen geht es dann auch unmittelbar hinter dem Turm direkt in die Altstadt Algheros mit ihren vielen kleinen Gässchen und Plätzen. Wenn Du ein Fan  italienischer Altstädte bist, dann wirst Du Alghero großartig finden. Lass dich von dem Leben vor Ort mitreißen oder genieße den Trubel bei einem leckeren Espresso an einem der Cafes auf den Plätzen Algheros. Solltest Du genug von der Altstadt haben, dann kannst Du auch einfach auf die Stadtmauer gehen, die die Altstadt vom Meer trennt und auf der man einen herrlichen Ausblick auf das Meer, den Hafen und auch die Altstadt hat. Auf der Stadtmauer kann auch ganz wunderbar eine Pause machen und wieder Kräfte sammeln.

Alghero und Umgebung – die Grotta di Nettuno

Eine sportliche Herausforderung gibt es noch für Dich an der Westküste etwas nördlich von Alghero mit der Grotta di Nettuno. Dich erwartet eine Tropfsteinhöhle, zu der der Zugang über einen Weg mit vielen Treppen entlang der Steilküste führt. Die Aussichten sind spektakulär! Solltest Du lieber den bequemen Weg bevorzugen, dann kannst Du auch mit einem Schiff direkt zur Höhle fahren. Interessant ist der Weg über die Treppen auf jeden Fall. Unten angekommen kannst Du in der Höhle ein Ticket für eine geführte Tour kaufen. Die Höhle ist relativ groß und hat zum Teil 12 Meter hohe Tropfsteinsäulen. Man lernt wie schnell Stalaktiten und Stalagmiten wachsen und vor allem in welche Richtung sie zu wachsen haben. Nimm auf jeden Fall etwas zu trinken mit, wenn die Sonne scheint. Du kannst an der Höhle nur Tickets kaufen aber keine Getränke 😉 ! Der Besuch der Grotte ist eine gute Kombination für einen Tagesausflug in Verbindung mit dem Besuch von Alghero!

Sardinien Urlaub bedeutet Strandurlaub

Du findest in Budoni und Umgebung schon viele tolle Strände. Als besondere Empfehlung legen wir Dir den Besuch der Strände im Nationalpark Oasi Biderosa ans Herz. In der Hauptsaison macht es Sinn sich einen der wenigen Plätze vorab zu reservieren.Es werden in der Tat nur eine begrenzte Anzahl an Autos und Besuchern zugelassen. In der Nebensaison sind Deine Chancen höher auch spontan vor Ort noch ein Ticket zu bekommen. Du kannst über die folgende Seite Kontakt aufnehmen. Der Guide am Eingang des Parks empfiehlt Dir dann gerne einen passenden Abschnitt, der sich für das jeweilige Wetter anbietet. Du wirst einen tollen Tag an einem fast einsamen Strand erleben, an dem die Zeit sicher viel zu schnell vorbeigehen wird.

Bucht von Orosei

Noch etwas weiter südlich liegt der Golf von Orosei, von dem Du sicher schon fantastische Bilder im Internet gesehen haben wirst. Du kannst Dir an den Häfen sogar Schlauchboote mieten und Dir die Küste vom Meer aus ansehen. Hier hat uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir uns diesen Punkt für den nächsten Besuch aufgehoben haben. Unser Alternativprogramm war mindestens genauso attraktiv:

La Maddalena – die Karibik Europas vor Sardinien

Im Norden Sardiniens findest Du mit der Inselgruppe um La Maddalena viele kleine Inseln mit wunderschönen Buchten, glasklarem Wasser und Stränden „wie im Film“. Es gibt im Hafen von Palau eine wirklich sehr große Anzahl an Anbietern, die jeden Tag Fahrten in die Inselwelt unternehmen. Schau Dir am besten ein paar Bewertungen auf den gängigen Portalen an. Die meisten Touren starten um ca. 10.00 Uhr morgens. Wir empfehlen Dir rechtzeitig in Palau zu sein. Die Strecke in den Ort ist wie auch bei den anderen Touren nicht sehr weit aber kann sich durch die Streckenführung schon etwas hinziehen. Wenn Du rechtzeitig genug vor Ort bist, dann kannst Du Dir auch noch einen persönlichen Eindruck von den Anbietern machen. Du hast die Qual der Wahl und kannst je nach Budget aus verschiedensten Schiffen auswählen. Unsere Wahl fiel durch unsere späte Ankunft auf ein Segelboot. Letztendlich hatten wir dadurch unbewusst Glück, weil der Skipper mit seinem Boot sehr viel flexibler war als die großen Ausflugsboote. Wie alles im Leben hatte es auch seinen Preis. Auf den großen Booten fährst Du für knapp 40 € mit; bei den Seglern bist Du mit knapp 80 € dabei. Für den Preis wirst Du durch die wahnsinnig schöne Inselwelt gefahren und kannst Dich auf den vielen Badestopps im Mittelmeer erfrischen. Wir waren auf jeden Fall am Ende des Tages froh, dass wir nicht auf den großen Booten mitgefahren sind. Unser Skipper mit seiner Frau haben uns tolle Strände gezeigt und auch für unser leibliches Wohl mit Pasta und Vino während des Tages gesorgt. Ein rundum gelungener Tag mit einem Ausflug, den wir wirklich sehr gerne weiterempfehlen!

Das Hinterland von Sardinien – Monti, Budduso, Bitti

Im September wirst Du vielleicht nicht immer einen Volltreffer mit dem Wetter landen. Einen der weniger sonnigen Tage haben wir noch genutzt, um uns das bergige Hinterland Sardiniens anzusehen. Unser Tour führte uns von Budoni Richtung Monti, wo wir Dir einen Zwischenstopp in der “Cantina Sociale del Vermentino” ans Herz legen können – vorausgesetzt Du magst gerne Weißwein. Es handelt sich bei der Cantina um eine Winzereigenossenschaft, bei der Du auch direkt beziehen kannst. Interessanterweise bekommt der Begriff Tankstelle dort einen ganz neuen Charakter. Im weitern Hinterland fährst Du durch Wälder von Korkeichen und kannst auch Fotos von der Ebene um Olbia machen.

Einen Zwischenstopp auf der Fahrt durch die gebirgige Strecke solltest Du auf jeden Fall auch in Buddusò bei einem der Nuraghen – Tempel oder Kultstätten machen. Die Nuraghenkultur war eine Kultur, die sich um ca. 1600 v. Chr. auf Sardinien entwickelt hat (und die eben auch schon damals sehr langlebige Gebäude errichtet haben). Weiter auf der Tour geht es nach Orune, wo Du Dir den mystischen Brunnen Su Tempiesu ansehen kannst. Wenn Du Dich auf diese Tour aufmachst solltest Du auf jeden Fall Interesse an archäologischen Stätten haben! Im Süden Richtung Nuoro haben wir dann wieder den Anschluss an die Autobahn Richtung Budoni genutzt, um nach der Rundfahrt wieder zu unserem schönen Ferienhaus zu fahren.

 

Fazit zum Sardinien Urlaub

Wir können Dir auf jeden Fall einen Urlaub auf Sardinien empfehlen. Die Insel ist bei weitem nicht so überlaufen wie andere Inseln (Balearen, Gran Canaria, Teneriffa). Je nach Deinen Interessen musst Du für Dich abwägen, ob Du mehr Trubel um Dich herum haben möchtest oder ob Dir der doch sehr viel ruhigere Süden besser passt. Wir werden auf jeden Fall nochmal wieder nach Sardinien reisen!

 

Du warst auch schon mal auf Sardinien? Wie hat es Dir gefallen und was ist Dein absolutes Highlight gewesen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Urlaub auf Teneriffa im Januar

Urlaub auf Teneriffa im Januar

Urlaub auf Teneriffa im Januar!

Ein Vulkan, schwarze Strände und tolle Schluchten. Und das alles auf einer Insel? Unser erstes Urlaubsziel in 2018 sollte uns wieder auf die kanarischen Inseln führen. Nach Gran Canaria im letzten April und Fuerteventura vor drei Jahren war jetzt Teneriffa im Januar angesagt! Der Winter in Deutschland hat die Freude auf den Urlaub auf Teneriffa deutlich gesteigert. Wir waren gespannt auf die Insel, der man den ewigen Frühling nachsagt. Los ging es diesmal direkt von Bremen aus nach Teneriffa mit einer Lowcost-Fluggesellschaft. Nach knapp 5 Stunden in einer gefühlten Sardinenbüchse waren wir auch glücklich, als wir am Flughafen Reina Sofía im Süden Teneriffas aussteigen konnten. Die Begrüßung war sehr sonnig und versprach einen tollen Beginn eines schönen Urlaubs auf Teneriffa. Wenn Du im Januar einen Urlaub auf Teneriffa planst, dann solltest Du genau für Dich abwägen, ob Du lieber im Süden oder Norden der Insel unterkommen möchtest. Wir haben beide Teile erlebt und werden Dir davon berichten.

 

Highlights auf Teneriffa

  • Besuch des Vulkans Teide
  • Wanderung durch die Masca Schlucht
  • Sonnen am schwarzen Strand von Puerto de la Cruz
  • Besuch eines sehr großen Aquaparks “Siam-Park” und des Zoos “Loro-Parque”

Urlaub im Norden oder Süden von Teneriffa?

Unser Hotel war im Norden der Insel im Ort Puerto de la Cruz. Wenn Du im Januar auf Teneriffa Urlaub machen willst, dann solltest Du im Hinterkopf behalten, dass der Norden der eher regnerische Teil der Insel ist.  Die Hauptziele der Insel liegen daher alle im Süden in den Orten Los Cristianos oder Las Americas. Leider hat man in beiden Gebieten ziemlich rücksichtslos die Hotels hochgezogen, sodass man ziemlich viele Bausünden sieht.

Bei einem Besuch in Las Americas konnten wir uns einen eigenen Eindruck verschaffen. Letztendlich war ich ganz froh, dass unser Hotel in Puerto de la Cruz lag. Der Norden ist im übrigen auch sehr viel grüner als der Süden. „Geteilt“ wird Teneriffa  durch den Vulkan Teide, der mit seinen 3718 Meter auch gleichzeitig der höchste Berg Spaniens ist. Du kannst entweder sehr sportlich mit einer Wanderung auf Vulkan gehen oder doch einfach und bequem die Seilbahn nehmen.  Mehr dazu später und zurück zur eigentlichen Frage.

Gaby würde bei einem neuen Aufenthalt wegen des besseren Wetters den Süden bevorzugen. Ich würde nochmals wieder in den Norden fahren. Auf jeden Fall würden wir bei einem weiteren Urlaub dann aber direkt am Flughafen einen Leihwagen nehmen und auf den Transfer verzichten. Warum? Wir saßen circa 2.5 – 3 Stunden im Bus bis alle Gäste verteilt und auf dem Rückweg wieder eingesammelt waren. Das hängt sicher auch von dem Hotel ab, aber hat schon sehr an den Nerven gezehrt. Auf Google Maps haben wir in Puerto de la Cruz gesehen, wie wir in großen Schleifen um das Hotel herumgefahren wurden…

Fährst Du mit dem Auto, dann bist Du in knapp einer Stunde vom Süden im Norden, ganz gleich ob Du über die ausgebaute Autobahn im Osten oder über die ebenfalls auch gut ausgebaute Bergstraße im Westen fahren solltest. Teneriffa ist nun mal keine sehr große Insel: in knapp 2.5 Stunden bist Du einmal um die ganze Insel gefahren. Alle Straßen sind in einem sehr guten Zustand.

Wenn Du gerne im Meer schwimmen gehst, solltest bei einem Urlaub auf Teneriffa im Januar beachten, dass die Brandung im Norden meistens zu stark zum Schwimmen ist. Im Süden hingegen ist das Meer auch im Januar so ruhig, dass man baden gehen kann. Punkt für den Süden!

 

Teneriffa – Transport und Verkehr

Wir haben Teneriffa mit dem Leihwagen als sehr kompakte Insel erlebt. Der Preis für einen Leihwagen für eine Woche (Polo, 2. Fahrer) war mit € 125 akzeptabel und hat uns natürlich die Flexibilität gegeben, die wir evtl. mit einem Bus vielleicht nicht bekommen hätten. Tanken ist mit 0.91 € / Liter für E10 erfreulich günstig. Da hätten wir uns gerne ein paar Liter für zu Hause abgezapft.

Wenn Du auf den Wagen verzichten willst, kannst Du auch mit den Bussen von titsa (dem öffentlichen Busunternehmen) gut und günstig über die Insel kommen. Wir haben viele Rentner getroffen, die von den guten Verbindungen geschwärmt haben. Die meisten hatten eine sogenannte Bonuskarte, ähnlich einer Guthabenkarte, mit der sie zu noch besseren Tarifen fahren konnten. Selbst auf den Teide scheint es gute Verbindungen zu geben.

In den Orten selbst kannst Du übrigens auch sehr günstig Taxi fahren. Gerade in Puerto de la Cruz haben wir es mehrmals in Anspruch genommen und sind vom Zentrum zu unserem Hotel (knapp 1,5 km bergauf) für gerade mal 3,50 € gefahren.

 

Was kann man im Januar auf Teneriffa im Urlaub unternehmen?

Selbst im Winter kann man unglaublich viele Dinge auf Teneriffa unternehmen. Das Wetter ist sehr mild und eigentlich ideal für fast jede Art von Unternehmung ideal. Die meisten Dinge kannst Du für Dich spontan entscheiden. Viele der angebotenen Touren der Anbieter im Hotel haben wir im Nachgang eher belustigt als Geldschneiderei betrachtet. In den zehn Tagen haben wir eine Menge an tollen Ausflügen unternommen, die wir Dir auch empfehlen.

 

Teide – höchster Berg Spaniens und ein absolutes Muss bei einem Urlaub auf Teneriffa

Als drittgrößter Inselvulkan (vom Meeresboden aus sind es knapp 7500 Meter) der Welt ist der Teide schon das prägende Merkmal der Insel. Bei gutem Wetter kannst Du den Gipfel des Teide eigentlich fast von jeder freien Stelle Teneriffas sehen. Durch viele Berichte anderer Touristen waren wir voller Tatendrang auch auf den Teide zu gehen. Für uns war es eines der Highlights auf der Insel. Der letzte Ausbruch des Vulkans war im November 1908.

Wenn Du auf den Teide gehen / fahren willst, solltest Du Dir allerdings rechtzeitig vorher überlegen, ob Du auch bis ganz auf den Gipfel gehen möchtest. Solltest Du das vorhaben (was wir Dir empfehlen), dann musst Du Dir rechtzeitig bei der Nationalparkverwaltung eine Genehmigung geben lassen (Link zur Seite des Nationalparks). Keine Panik; die Genehmigung kostet erfreulicherweise nichts. Es werden einfach nur jeden Tag eine begrenzte Menge an Touristen in den oberen Bereich zum Gipfel gelassen. Wir haben diese Option zu spät wahrgenommen und so durch die fehlende Genehmigung die letzten knapp 160 Meter zum Gipfel verpasst. Ein guter Grund nochmals wieder nach Teneriffa zu kommen!

Dünne Luft und tolle Aussicht auf dem Teide

Auch die Aussicht von der Bergstation der Seilbahn ist schon beeindruckend und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Die Luft auf 3555 Meter Höhe ist schon relativ dünn und auch eine Erfahrung für sich. Oben angekommen hast Du dann eine Stunde Zeit die dünne Luft zu atmen und tolle Fotos zu machen. Wahrscheinlich musst Du Dich erstmal etwas akklimatisieren, nachdem Du aus der Seilbahn ausgestiegen bist. Wir haben auch einen kurzen Moment gebraucht uns an die Luft zu gewöhnen. Es ist eben nicht die norddeutsche Tiefebene, durch die man läuft! Auf jeden Fall hatten wir viel Glück mit dem Wetter und konnten bei klarer Sicht Richtung Süden mit viel Sonne auf eine tolle Vulkanlandschaft und Teneriffa allgemein blicken.

Der Berg ruft…

Schau Dir vor dem Besuch auf dem Teide einen Wetterbericht gut an. Es besteht eben immer das Risiko, dass bei schlechtem Wetter auch der Betrieb der Seilbahn eingestellt wird und Du umsonst auf den Berg fährst. Bei unserem Besuch hatten wir am Hotel knapp 20 Grad und oben auf dem Berg waren es nur 6 Grad Celsius. Du solltest auf jeden Fall passende Kleidung tragen. Es kann auch durchaus möglich sein, dass Straßen wegen des Wetters komplett gesperrt werden.

Was wir Dir auch empfehlen, ist die Onlinereservierung bzw. Kauf des Seilbahntickets vorab. Wir haben durch unseren spontanen Besuch am späten Vormittag nur noch Tickets (pro Person 27 € rauf und runter gesamt) für die Fahrt am späten Nachmittag bekommen können. Als eine der “Hauptattraktionen” besuchen natürlich sehr viele Touristen den Teide. Die Seilbahn fährt von 9.00 bis 16.00 Uhr (Auffahrt). Hier geht’s zu der Internetseite der Teide-Seilbahn. Die Parkplatzsituation an der Talstation ist beschränkt. Frühes kommen sichert einen Platz.

Wartezeiten für die Seilbahn kannst Du übrigens auch gut bei einer Wanderung im Vulkangebiet des Teide überbrücken, so wie wir es getan haben. Von der Station Parador aus gibt es verschiedenste und unterschiedlich anspruchsvolle und lange Touren durch die spektakuläre Vulkanlandschaft des Teide. Eine Übersicht über die verschiedenen Touren kannst Du Dir direkt hier verschaffen: Wanderkarte des Nationalparks Teide

Plane für Deinen Besuch auf dem Teide einen ganzen Tag ein. Wir waren froh, dass wir keine geführte Tour unternommen haben und empfehlen Dir auch den Besuch selbst zu organisieren. Bei unserem nächsten Besuch werden wir sicher nochmals in den Abendstunden den Teide besuchen, um uns den Nachthimmel Teneriffas anzusehen.

Nach Deinem Besuch kannst Du übrigens einen Haken auf der Liste der Ziele der UNESCO Welt(natur)erben setzen, die Du besucht hast. Zu denen gehört der Teide-Nationalpark seit 2007 nämlich auch!

 

Wanderung durch die Masca-Schlucht

Eine weitere tolle Aktivität auf Teneriffa ist die Wanderung durch die Masca Schlucht. Diese Wanderung auf Teneriffa ist sicher eine der spektakulärsten Wanderungen auf den kanarischen Inseln. Wir haben die Tour an unserem vorletzten Tag auf Teneriffa unternommen und einen tollen Tag erlebt.

Du wanderst auf dem Weg eine Strecke von knapp fünf Kilometern und über 600 Höhenmetern durch eine sehr beeindruckende Schlucht. Auf dem Weg sind die Felswände bis zu 600 Meter hoch und die Schlucht an den schmalsten Stellen weniger als 30 Meter breit. Als besondere Herausforderung musst Du an einigen Stellen etwas klettern (nicht viel). Den Weg zeigen Dir 54 Wegmarken bis zum Meer. Die typische Variante startet im Dorf Masca und führt Dich über den Pfad bis an den Atlantik, wo Du mit einem Boot entspannt in den Ort Los Gigantes fahren kannst oder von wo aus Du den direkten Rückweg antreten kannst. Du kannst entweder im Dorf oder direkt am Meer das Bootsticket kaufen (Januar 2018 € 10,- / Person). Von Los Gigantes fahren Dich dann Taxen (auch Großraumtaxen) für knapp 26-28 € wieder zurück nach Masca.

Vor der Wanderung empfehlen wir Dir auf jeden Fall noch einen leckeren Kaffee als Stärkung vor der Wanderung in Schlucht. Die Wirtin im Restaurant hinter dem Einstieg verkauft Dir auch Bootstickets und kann Dir Tipps zu der Wanderung geben. Sei auf jeden Fall früh vor Ort. Masca ist ein unglaublich kleiner Ort mit sehr wenigen Parkplätzen. Wir waren um 9.00 Uhr dort und hatten noch die freie Parkplatzwahl. Wenn Du später ankommst oder die knapp fünf Kilometer auf Teils sehr engen Serpentinen zum Ort nicht fahren willst, dann parke Dein Auto besser in Santiago del Teide und lass Dich für verhältnismäßig wenig Geld in das Dorf fahren.

Auf die Ausrüstung kommt es an.

Die Wanderung selbst wird auf verschiedenen Internetseiten als schwer bis sehr schwer eingestuft. Mit entsprechendem Respekt sind wir dann an die Sache ran gegangen. Es ist kein Sonntagsspaziergang aber auch nicht unendlich schwierig. Du musst auf jeden Fall trittsicher sein und solltest auch (etwas) sportlich sein. An einigen Passagen ist der Weg eng und an anderen muss man auch etwas klettern. Du solltest auf jeden Fall die richtigen Schuhe tragen. High  Heels und Flip-Flops sind die denkbar ungünstigste Wahl. Schau Dir auch hier vorher die Wettervorhersage an.

Die Tour durch die Schlucht kannst Du unbesorgt für Dich selbst organisieren, auch wenn es „gefühlt“ an jeder Ecke Anbieter für diese Tour gibt. Den Weg gibt die Schlucht ja im Prinzip selbst vor. Startest Du rechtzeitig genug, dann hast Du die Schlucht bzw. dem Weg nahezu für Dich alleine. Auf unserem Weg ans Meer haben wir kaum mehr als 20 andere Wanderer getroffen. Zu der Rushhour soll die Situation dann nach den Berichten anderer Urlauber komplett anders aussehen, was sicher die Freude trübt.

Nimm auf jeden Fall ausreichend Wasser und ggf. auch etwas zu Essen für den Weg mit. Wir sind mit einem entspannten Gang (und vielen Fotostopps) nach knapp 3 Stunden (und zwei Liter Wasser und drei Bananen) glücklich und zufrieden am Meer angekommen. Die Zwiebeltaktik bei der Kleidungswahl hat uns auf jeden Fall geholfen. Am Anfang liefen wir bei leichtem Nieselregen mit Regenjacke los. Zum Ende war es dann so warm und sonnig, wie man sich einen schönen Tag im Urlaub so vorstellt. Wenn das Wetter passt und Du Badesachen dabei hast, kannst Du vom Anleger aus noch in den Atlantik springen. Neben den vielen tollen Eindrücken wirst Du eventuell noch einen schönen Muskelkater als Andenken mit aus der Wanderung nehmen, der Dich am nächsten Tag nochmals an Deine Erlebnisse erinnern wird.

 

Wasserparks – auch ideal bei einem Urlaub auf Teneriffa im Januar

Es gibt auf Teneriffa zwei größere Themenparks für alle Wasserratten und begeisterte Wasserrutschenjunkies. Wir haben mit dem Siam-Park, den nach TripAdvisor best bewerteten Wasserpark der Welt, besucht. Wenn Du Deinen Urlaub auf Teneriffa im Januar planst, ist es sicher eine gute Zeit für den Aquapark. Besuche den Park nach Möglichkeit an einem Samstag (Bettenwechsel) und Du wirst kaum Wartezeiten an den vielen tollen Rutschen haben. Mehr dazu noch in unserem separaten Bericht über den Siam-Park. Es war auf jeden Fall ein toller Besuch!

Zoos auf Teneriffa

Du kannst auf Teneriffa zwei Zoos besuchen. Wir haben während unseres Urlaubs auf Teneriffa im Januar den Loro-Parque besucht, der überall auf der Insel beworben wird. Du musst für Dich entscheiden, wie Du zu Zoos und ganz besonders zu Tiershows in Zoos stehst. Wir haben den Loro-Parque besucht, um uns einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Der Park ist sehr großzügig angelegt. Es gibt Shows mit Orcas, Delphinen, Seelöwen und eine Vogelshow, die mehrfach am Tag wiederholt werden. Wenn Du den Park besuchst, empfehlen wir Dir früh dort zu sein. Gehst Du den regulären Weg, dann wird es schnell voll. Wir empfehlen Dir nach dem Eingang direkt nach links abzubiegen und gegen den Strom zu gehen. Gehst Du so im Uhrzeigersinn, dann erlebst Du bei einem frühen Besuch den Park verhältnismäßig „alleine“. Mehr zu unserem Besuch im Loro-Parque in einem folgenden Artikel.

 

Santa Cruz

Inselhauptstadt und Dreh- und Angelpunkt Teneriffas. Wir haben Santa Cruz zweimal besucht. Du kannst in der Innenstadt gut shoppen gehen. Wir empfehlen Dir am Markt “Nuestra Señora de Africa” im Parkhaus zu parken und dann erstmal direkt die Markthalle “Nuestra Señora de Africa” anzusehen. Bei Deinem Besuch solltest Du auf jeden Fall auch den unteren Bereich des Marktes mit dem Fischmarkt besuchen. Von dem Markt sind es nur knapp fünf Minuten zu Fuß in die eigentliche Fußgängerzone, in der Du shoppen kannst bis die Kreditkarte (oder das Portemonnaie) glüht. Solltest Du Dich für Architektur interessieren, dann ist das Auditorio de Tenerife sicher ein gute Ziel für Dich.

Shoppen auf Teneriffa

Du bist Shopaholic? Auf Teneriffa gibt es eine große Anzahl an Einkaufszentren. Im Süden kannst Du direkt in Las Americas und in der Siam Mall shoppen. Wenn Du wie wir im Norden untergekommen bist, dann ist das Einkaufszentrum La Villa eine tolle Alternative zum Bingo-Abend im Hotel. Geöffnet ist das Einkaufszentrum bis 1.30 Uhr (Geschäfte bis 22.00 Uhr).

Puerto de la Cruz

Touristisches Zentrum im Norden ist die Stadt Puerto de la Cruz, die an den Berghängen zum Atlantik gebaut wurde. Unser Hotel war in der Nähe des Parks Parque de La Sortija. In Puerto Cruz empfehlen wir Dir einen Spaziergang durch die Altstadt. Als besonderes Highlight in der Altstadt in Puerto de la Cruz gibt es 13 große Streetart Wandbilder! Hier findest Du eine Übersicht über alle 13 Wandbilder, die Du bei einer ausführlichen Tour durch die Innenstadt betrachten kannst. Link zum Flyer von Puerto Streetart

 

Strände in und um Puerto de la Cruz

Wenn Du mehr der Strandfan bist, dann solltest Du unbedingt den Stadtstrand Playa Jardin besuchen. Der Strand hat einen schwarzen Sand, den man sicher nicht überall findet. Im Januar auf Teneriffa ist es noch überschaubar voll, sodass Du keine Probleme bekommen solltest eine Liege am Strand zu finden. Die Liege kostet Dich übrigens nur 3 €/Tag, was im Vergleich zu vielen anderen Urlaubszielen ein Schnäppchen ist.

Alternativ zu dem Stadtstrand empfehlen wir Dir den Naturstrand Playa de Bollullo, der nur etwas außerhalb von Puerto de la Cruz ist, und der zu den schönsten Naturstränden im Norden Teneriffas zählt. Der Strand ist auch bei Einheimischen sehr beliebt, weshalb Du Deinen Besuch besser in der Woche planen solltest. Oberhalb des Strands gibt es nur sehr wenige Parkplätze.

 

Playa Bollullo

Wie auch am Playa Jardin solltest Du die Beflaggung an den Stränden ernst nehmen. Die Strömungen an den Stränden sind nicht zu unterschätzen.

Ruhiger im Meerwasser kannst Du übrigens in der Wasserlandschaft Lago Martianez schwimmen gehen. Diese Poollandschaft wurde von dem Künstler und Architekten César Manrique entworfen und prägt die Promenade von Puerto de la Cruz. Der Eintritt ist mit 5,50 € verhältnismäßig günstig.

 

Was wir Dir sonst so empfehlen können für Deinen Urlaub auf Teneriffa.

Bei einem Besuch im Norden der Insel empfehlen wir Dir einen Besuch der Sunset290 Bar in der Nähe von Puerto de la Cruz. Von der Bar aus kannst Du ganz wunderbar über die Bucht von Puerto de la Cruz mit einem leckeren Cocktail in der Hand dem Sonnenuntergang an der Küste entgegensehen.

Apropos Sonnenuntergang – hier empfehlen wir Dir dazu den Pass  und Aussichtspunkt Mirador De Cherfe auf dem Weg zur Masca Schlucht, der einer der höchsten und westlichsten Punkte der Insel ist. Der Sonnenuntergang ist von dort oben toll anzusehen. Gerne geben wir Dir die Empfehlung eines Taxifahrers weiter, der uns darauf hingewiesen hat, dass man den Leihwagen auch bei kurzen Fotostopps besser abschließen sollte.

Traumhafter Sonnenuntergang vom Mirador de Cherfe auf Teneriffa

Traumhafter Sonnenuntergang vom Mirador de Cherfe auf Teneriffa

Interessant ist auch, dass es nach dem Sonnenuntergang eine für  deutsche Verhältnisse relativ kurze Phase der Dämmerung gibt. Nach weniger als 20 Minuten ist es schon sehr dunkel. Dies wird Dir bei Deinem Urlaub auf Teneriffa sicher auch auffallen.

Der Januar ist ansonsten eine ideale Reisezeit für einen Urlaub auf Teneriffa. Es sind noch nicht so viele Touristen auf der Insel. Mit wenig Aufwand kannst Du Deinen Urlaub auf Teneriffa so individuell planen, dass Du den Urlaub in vollen Zügen genießen kannst. Auch wenn die Insel relativ klein ist, bietet sie für einen Urlaub sehr viele Möglichkeiten. Unseren ursprünglichen Plan mit einem Tagesausflug nach Gomera haben wir deshalb auch bei unserm ersten Urlaub auf Teneriffa dann schnell verworfen. Wir werden sicher irgendwann nochmal wieder nach Teneriffa reisen. Uns hat es sehr gut gefallen!

Wenn Du noch mehr über die Kanaren lesen möchtest empfehlen wir Dir unseren Bericht über Gran Canaria, was man auch ganz wunderbar außerhalb des Massentourismus erleben kann. Solltest Du sichere Verhältnisse beim Schwimmen bevorzugen, dann legen wir Dir einen Urlaub in Sardiniens Südwesten oder dem Norden Sardiniens oder auch Sizilien nahe.

Du warst schon mal auf Teneriffa im Januar oder auch zu einer anderen Jahreszeit? Was waren Deine Erfahrungen?

Die folgenden Reiseführer und Utensilien haben uns auch offline gute Dienste erwiesen. Wir empfehlen Dir auch über einen USB Verteiler nachzudenken, der uns in unserem Hotel (mit nur einer einzigen Steckdose im Zimmer!) sehr gut geholfen hat. Mehr dazu auch in unserer Packliste!

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PS: Ein Thriller darf natürlich nicht fehlen.

 

Sardiniens Südwesten, tolle Strände bei Chia und Pula

Sardiniens Südwesten, tolle Strände bei Chia und Pula

Sardiniens Südwesten – tolle Strände bei Chia und Pula

Schon ziemlich direkt nach unserem Urlaub auf Sizilien war klar, dass die italienischen Inseln uns in Ihren Bann gezogen haben. Und so lag es auf der Hand mit Sardinien einen weiteren Urlaub in Italien zu verbringen. Die Sicherheit auf viel Sonne und tolle Strände in Kombination mit leckerem Essen waren ausschlaggebend für unsere Wahl. Die Entscheidung war genau richtig! Wie Sizilien ist auch Sardinien eine relativ große Insel – die zweitgrößte im Mittelmeer um genau zu sein. Man sollte auf jeden Fall ordentlich Zeit einplanen, wenn man über die Insel fährt. Aus diesem Grund haben wir uns auch direkt entschieden eine Woche im Südwesten und eine weitere Woche im Nordosten der Insel zu verbringen, um viel zu erleben und viel von Natur und Kultur zu sehen. Du überlegst auch nach Sardinien zu fahren und bist Dir nicht sicher, wohin? Kein Problem, das ging uns nicht anders. An allen Küsten sind wahnsinnig tolle Strände und Buchten zu finden! Etwas spannender war vorher die Frage, wie man relativ einfach auf die Insel kommt, ohne mehrfach umsteigen zu müssen. Und das bringt uns zum ersten Punkt:

Welche Flughäfen sind auf Sardinien zu erreichen?

Wenn Du Deine Reise nach Sardinien planst, solltest Du die folgenden Flughäfen als Ziel auf der Insel im Kopf behalten:

Wir haben uns für Olbia im Norden entschieden, da dieser Flughafen direkt von Hamburg aus angeflogen wird. Andere direkte Verbindungen von z. B. Hannover nach Cagliari im Süden schieden wegen der Flugzeiten oder mehrerer Zwischenstopps aus. Erfreulicherweise beträgt die Flugzeit aus Norddeutschland nur etwas über zwei Stunden. Man ist also relativ schnell auf Sardinien. Vor Ort angekommen stellt sich natürlich die nächste Frage: wie komme ich über die Insel?

Lust auf italienische Musik?

Leihwagen mieten auf Sardinien

Du liebst flexibles Reisen und hast nicht so viel Lust auf öffentliche Verkehrsmittel, die vielleicht auch nicht unbedingt an jeder Bucht für Dich anhalten? Dann geht es Dir genau wie uns. Über bekannte Mietwagenportale haben wir vorab einen Leihwagen im Internet gebucht. Die Kosten waren mit knapp EUR 18,- / Tag für einen Mittelklassewagen überschaubar. Die Kosten haben auch alle wesentlichen Versicherungen beinhaltet, sodass wir nach unserer Ankunft sorgenfrei losfahren konnten. Wir empfehlen Dir den Leihwagen auch immer mit einer Vollkaskoversicherung zu nehmen. Der Preisunterschied in den Versicherungen ist meistens sehr gering. Hier würde man im schlimmsten Fall wirklich an der falschen Stelle sparen. Nach einem gründlichen Check des Autos haben wir dann noch 2 dicke Kratzer mit im Vertrag aufnehmen lassen und dann ging es dann von Olbia ab Richtung Chia auf die Piste.

Wie schnell darf ich in Italien fahren?

Vor uns lagen knapp 300 km Fahrtstrecke auf der Autobahn-ähnlichen Staatsstraße SS131, die sich auch gut fahren lassen. Nach etwas über drei Stunden Fahrtzeit kamen wir dann auch sehr glücklich im Südwesten an. Die letzten wenigen Kilometer ging es sportlich im sardinischen, sportlichen Fahrstil über die Landstraße Richtung Pula. Autofahren in Sardinien ist übrigens nicht anders als in anderen Ländern – nur manchmal etwas sportlicher. Man sollte sich aber besser an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten von 50 km/h in Ortschaften und 90 km/h außerorts halten, da es verhältnismäßig viele Polizeikontrollen gibt. Häufig fahren die Einheimischen eher mit einer “optimierten” Geschwindigkeit – lass Dich nicht davon anstecken. Die Bußgelder werden zum Teil auch in Deutschland eingezogen. Wichtig ist, dass Du auch am Tag mit Licht fährst! Die Polizei kontrolliert im übrigen auch gerne an den abgelegenen Buchten. Parke lieber auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen. Das ist zwar manchmal ärgerlich und gleicht der Wegelagerei, aber ist immer noch günstiger als das Ticket für falsches Parken. Parkst Du falsch, bist Du mit wenigstens 28 Euro dabei, die Du direkt auf dem Postamt an die Polizei überweisen kannst. Solltest Du eine 5-Tagesfrist überschreiten erhöht sich das Bußgeld noch einmal. Warum wir das so genau sagen können? Weil wir es für Dich getestet haben 🙂 Die Mitarbeiterin auf dem Postamt kannte das Prozedere und hat die Überweisung freundlich durchgeführt. Und das bringt uns direkt zu den Unternehmungen, die wir im Süden Sardiniens in einer Woche gemacht haben!

Der Südwesten Sardiniens – Chia und Pula

Unser Ziel in der ersten Woche war die Region um Pula und Chia mit der Costa del Sud. Wenn Du nach einer ruhigen Region auf der Insel suchst, bist Du im Südwesten von Sardinien wirklich gut aufgehoben. Es gibt kaum größere Hotelanlagen aber dafür umso mehr tolle Strände. Diese Ecke der Insel ist verhältnismäßig dünn besiedelt. Unsere Unterkunft haben wir über AirBnB gebucht. (Hier kannst Du einen Gutschein für Deine erste AirBnB Buchung erhalten – Affiliatelink – kostet Dich nichts und hilft mir die Kosten für den Blog zu decken). Mit einer fantastischen Aussicht über die Pinienwälder bei Santa Margherita di Pula auf das Meer hatten wir einen idealen Ausgangsort für die Unternehmungen in der ersten Woche. In dieser Ecke Sardiniens waren wir sehr froh, dass wir einen Leihwagen hatten.

Was kann man im Südwesten Sardiniens unternehmen?

Das große Ziel in unserem Sommerurlaub lag ganz klar in der Erholung und im Strandurlaub! Und genau diese Punkte hat Sardinien absolut erfüllt. Die Strände sind wirklich feinsandig wie auf den Bildern, die wir vorher gesehen haben. Das Wasser ist wirklich so klar und türkisfarben wie man in Reisekatalogen sieht. Besonders schön ist im September, dass es angenehm (erträglich) warm ist und dass das Meer auch eine erfrischende Temperatur hat. Die meisten Strände gehen auch sehr flach ins Wasser und werden auch von Rettungsschwimmern mit kontrolliert.

Schöne Strände in Sardiniens Südwesten

In der Region um Chia können wir Dir folgende Strände empfehlen:

  • Spiaggia di Cala Cipola (Parken am Parkplatz Spiaggia Su Giudeu, Kosten 5,- / Tag), danach 5 Minuten zu Fuß über den Hügel zum Strand in die geschützte Bucht.
  • Spiaggia Su Giudeu, gleicher Parkplatz wie der vorherige Strand
  • Der Strand am Torre di Chia – Abends ist dort auch das Restaurant am Campingplatz sehr zu empfehlen. Es ist sehr einfach gehalten aber serviert die leckersten Pizzen in der Region.
  • Spiaggia di Tuerredda (frühes kommen sichert gute Plätze. Parken 7,- / Tag, ab dem Nachmittag dann gestaffelt etwas günstiger)
  • Der Strand hinter dem Hafen Marina di Teulada. Es wird übrigens auch in der Nebensaison von der Polizei kontrolliert, ob man im Parkverbot steht. 😉
  • Unser “Hausstrand”, versteckt hinter dem Pinienwald, und wirklich einer der leereren Strände: Spiaggia Riva dei Pini.

Alle Strände waren mit dem Auto einfach zu erreichen. Was wir Dir empfehlen ist einen Sonnenschirm vor Ort zu leihen oder direkt zu im Supermarkt zu kaufen. Die Preise im Geschäft waren relativ niedrig, sodass wenige “Tagesmieten” deutlich teurer gekommen wären.

Baia di Chia, stormy day. #sturm #keinesonne #sardinien #sardinia #PackdenKoffer #bellaitalia - Spherical Image - RICOH THETA

Reiten an der Küste Sardiniens

Glücklicherweise sind wir auf dem Weg zum Strand Su Giudeu am Reitplatz von Giancarlo vorbeigefahren, der verschiedenste Touren und Ausflüge mit seinen Pferden anbietet. Entschieden haben wir uns für die Abendtour an der Küste Chias entlang bis zum Leuchtturm der Insel am Capo Spartivento, der mittlerweile zu einem Luxushotel umgebaut wurde.  Der Ausritt war ein tolles Erlebnis – einmal fühlen wie Lucky Luke oder Winnetou / Old Shatterhand. Ehrlicherweise sind die Pferde so gutmütig und absolut gewohnt auch weniger talentierte Reiter sicher über Stock und Stein zu tragen. Aufregend war es auf jeden Fall an den Klippen des Kaps über die Steine im Sonnenuntergang zu reiten. Giancarlo hat übrigens ein paar Jahre in Deutschland gelebt. Er hat uns auch noch einige Tipps zu Sardinien gegeben. Eine Tour würden wir auf jeden Fall nochmal wieder machen!

Hochseilgarten im Pinienwald

Du suchst doch etwas anderes als reiten? An unserem letzten Tag im Süden haben wir noch den einzigen Hochseilgarten Sardiniens ausprobiert, den Pula Adventure Park. Der Park liegt in einem Pinienwald zwischen Pula und Chia. Schau am besten vorher auf der Internetseite nach, ob der Park geöffnet hat. In der Nebensaison sind die Öffnungszeiten nur noch am Wochenende zu ausgewählten Zeiten und Tagen. Der Park selbst ist in mehrere Schwierigkeitsstufen unterteilt. Nach einer kurzen Einweisung ging es auch direkt los. Einmal im System eingeklinkt konnte man die Sicherung erst wieder am Ausstieg auf der Erde lösen. Es war etwas ungewöhnlich, dass das Sicherungsseil auf Hüft- /Schulterhöhe geführt wurde. In anderen Parks wurde die Sicherung oberhalb des Kopfes geführt, sodass man bei einem Fall mehr oder weniger direkt im Sicherungsseil hängt. Unabhängig davon war der Park auch interessant aufgebaut. Besonders die letzte Runde hat aufgrund der vielen Seilbahnstrecken viel Spaß gemacht. Die größte Herausforderung bei den Seilbahnabschnitten bestand darin rechtzeitig nach dem Halteseil zu greifen, um direkt auf den Plattformen zu bleiben.

Cagliari – Hauptstadt Sardiniens – Shoppen und Kultur

Ziemlich zentral an der Südküste findest Du Cagliari, die auch die Hauptstadt Sardiniens ist. Von Pula aus erreichst Du Cagliari in ca. 40 Minuten. Wenn Du im Süden bist, solltest Du Dir auf jeden Fall die Innenstadt mit ihren vielen kleinen Gassen ansehen. Unser Start in Cagliari begann mit einem Besuch der Altstadt beim Palast. Direkt am Palast kannst Du Dir auch direkt mit die Kathedrale Santa Maria ansehen. Von dort aus geht es dann mit Fahrstühlen oder zu Fuß über die Treppen der Bastion San Remy direkt mit wenigen Schritten zu der Fußgängerzone in die Via Giuseppe Garibaldi. In der Fußgängerzone findest Du viele tolle Geschäfte. Für Cagliari solltest Du wenigstens einen Tag einrechnen. Wenn Du Markthallen toll findest, empfehlen wir Dir den Markt in der großen Markthalle von Cagliari im Stadtteil San Benedetto in der  Via Cocco Ortu 50. In der Markthalle findest Du in der oberen Etage Obst und Gemüsehändler. Auch Schlachter, Bäcker und Käsehändler haben ihre Stände in der Markthalle. Wenn Du in die untere Halle gehst, wird es sehr viel lebhafter. Dort haben die Fischhändler das Sagen und verkaufen Ihre Waren. Nimm Dir auf jeden Fall genug Zeit mit Dich auch in eines der viele Cafes in der Innenstadt zu setzen und mit einem leckeren Espresso oder Cappuccino die Atmosphäre zu genießen. Wenn Du mehr über Cagliari wissen willst, kannst du Dich auch im Tourismusbüro direkt in der Innenstadt erkundigen.

Pula und Nora

Im Südwesten Sardiniens ist es ja etwas ruhiger. Der nächstgrößere Ort für uns war Pula, der einen größeren Supermarkt und eine kleine Innenstadt hat. Wesentlich interessanter in Pula ist die Ausgrabungsstätte Nora, die wohl zu den angeblich ältesten Städten auf Sardinien gehört. Gegründet wurde die Stadt im 9. Jahrhundert vor Christi. Viele Kulturen haben die Stadt geprägt und einige Bereiche wie das römische Theater und Mosaike sind erstaunlich gut erhalten. Im Sommer kannst Du sogar Aufführungen im Theater sehen. Der Eintritt in die Ausgrabungsstätte kostet 7,50 Euro mit einer geführten Tour (Du kannst nur geführte Touren mitmachen).

Nora Säulen Sardinien - Spherical Image - RICOH THETA

Am Ende der Tour geht es dann noch zu dem Wachturm Torre del Coltellazzo, von dem man aus eine tolle Aussicht über das Meer und die Bucht hat. Der Turm gehörte zu einer ganzen Reihe an Signaltürmen an der Küste Sardiniens, die bei Piratenangriffen entsprechend alarmieren sollten. Wenn Du Ausgrabungsstätten toll findest kann ich Dir Nora empfehlen. Wenn Du Ausgrabungsstätten nicht so reizvoll findest, bietet sich der Strand in der Bucht direkt vor Nora auch für einen Aufenthalt ganz wunderbar an!

Ab in den Westen Sardiniens

Im September hat man in Sardinien leider doch nicht die hundertprozentige Sicherheit auf Sonnenschein. So haben wir einen Tag genutzt und sind in den Westen der Insel gefahren. Der erste größere Halt war in Iglesias. Die Stadt hatte ihre großen Zeiten mit dem Bergbau im 15 Jhd. mit dem Abbau von Silber. Im letzten Jahrhundert wurden noch Blei und Zink in großen Mengen gefördert. Heute ist der Bergbau in der Stadt Geschichte. Wenn Du nach Iglesias fährst, solltest Du Dir auf jeden Fall die Altstadt mit Ihren vielen kleinen Gassen, Bars und Geschäften ansehen. Idealerweise besuchst Du Städte in Sardinien morgens oder ab dem späten Nachmittag. In den Mittagsstunden sind die meisten Geschäfte geschlossen (dies gilt auch für einige Tankstellen!).

Lost Places bei Nebida – verlassene Minen

Von Iglesias aus sind wir dann Richtung der Küste gefahren. Solltest Du Interesse an Lost Places haben sind die Ruinen bei Nebida vielleicht interessant für Dich. Ok, es sind keine “Lost Places” im eigentlichen Sinn. Die Gebäude der alten Bergbaugesellschaften und Minen sind trotzdem spannend. Der Weg über die Küstenstraße SP83 ist allein schon die Reise wert. In Nebida gibt es mit dem Panoramaweg auch eine tolle Aussicht auf die Klippen der Küste (direkt am Ortseingang kommend von Fontanamare).

Sant’Antioco – die kleine Insel im Südwesten Sardiniens

Über einen Damm erreichst Du im Südwesten Sardiniens auch die kleine Insel Sant’Antioco. Wir haben die Insel noch kurz auf dem Rückweg zu unserem Appartment besucht. Die Innenstadt von Sant’Antioco ist wie viele der anderen kleinen Orte auch sehr reizvoll.

NATO Stützpunkt im Paradies

Auf der weiteren Fahrt Richtung unseres Appartements in Santa Margarita du Pula ging es dann auch einem der größten militärischen Übungsplätze Italiens vorbei. Das komplette Capo Teulada ist mit Ausnahme eines Strands “Le Dune” gesperrt. Wusstest Du das Sardinien (leider) auch für das Militär ein beliebtes Ziel ist? Viele größere Stützpunkte sind auf Sardinien. Der Strand “Le Dune” kann übrigens auch vom italienischen Verteidigungsministerium bei Manövern gesperrt werden. Erkundige Dich am besten vorher. Generell sind die Orte auf Sardinien nach unseren Maßstäben nicht weit voneinander entfernt. Die Lage zwischen den Bergen mit ihren Serpentinen verlängern die Fahrzeit gefühlt um ein Vielfaches.

Highlights im Süden Sardiniens

Unsere Highlights im Südwesten waren rückblickend die tollen Strände und der Reitausflug entlang der Küste. Nach einer Woche ging es dann in den Nordosten, in dem wir auch viele tolle Sachen erlebt haben! Und hier ist der Bericht über den lebhafteren Norden der Insel! Du interessierst Dich für andere Inseln mit tollen Stränden? Dann schau doch einfach mal in die Berichte über Gran Canaria oder auch Teneriffa!

Unsere Empfehlungen zu praktischen Reiseführern und nützlichem Reisegepäck

Die folgenden Reiseführer helfen Dir sicher auch offline weiter. Schau sonst auch gerne mal in unsere Reisepackliste, die wir immer wieder anpassen und um sinnvolle Dinge erweitern.

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Gran Canaria im April

Gran Canaria im April

Gran Canaria im April. Eine Woche volles Programm. Ab auf die Insel!

Im April haben wir uns eine Woche Gran Canaria gegönnt. Wir waren beide vorher noch nie auf der Insel, obwohl gefühlt die “halbe Welt” schon durch die Dünen von Maspalomas gedackelt ist. So sollte die Woche vor Ostern dann auch erstes Mal Gran Canaria werden und die Insel hat uns nicht enttäuscht!

Die folgenden Fragen können wir nach der Woche gut beantworten:

  • Wie wird das Wetter auf Gran Canaria im April sein?
  • Welche Sehenswürdigkeiten hat Gran Canaria neben den Dünen von Maspalomas zu bieten?
  • Kann man die Insel in einer Woche ansehen?
  • Welches Hotel kann man auf Gran Canaria gut empfehlen?
  • Wo ist es auf Gran Canaria am schönsten?

Als drittgrößte der kanarischen Inseln ist Gran Canaria im Süden knapp über 4.5 Stunden Flugzeit von Hannover entfernt. Und so brachte uns der Condor dann sicher auf die Insel. Glücklicherweise hatten wir uns mit ausreichend Essen vorher eingedeckt, da in der Maschine keine Snacks oder Getränke gereicht wurden. Nach der Landung am “Aeropuerto de Gran Canaria” ging es dann auch relativ schnell mit dem Transfer. Der Flughafen liegt relativ zentral an der Ostküste, sodass die Fahrzeiten verhältnismäßig kurz sind.

Einchecken im Lopesan Villa del Conde

Unser Hotel war das Lopesan Villa del Conde, was in den gängigen Hotelbewertungsportalen für Gran Canaria wirklich überdurchschnittlich gut abschneidet. Von der Autobahn kommend konnten wir bei der Abfahrt “Sonnenland” (ist wirklich der Name der Siedlung) schon die beiden Türme der Eingangshalle aus der Entfernung sehen. Was für ein Anblick im Vergleich zu den abgewrackten Hotels im bekannten Playa del Ingles, die wie Plattenbauten dagegen wirken. Eine erholsame Woche auf Gran Canaria konnte beginnen. Die Koffer wurden direkt am Bus ausgeladen und übernommen, sodass wir direkt in die große Empfangshalle des Hotels gehen konnten und zur Begrüßung mit einem Champagner direkt auf unseren Urlaub angestoßen haben. Die Eingangshalle mit dem großen Kronleuchter macht schon viel Eindruck. Wir waren gespannt auf das restliche Hotel nach den vielen guten Bewertungen.

Die Qual der Wahl am Buffet

Aufgrund unserer späten Anreise haben wir nur kurz das Handgepäck ins Zimmer (man könnte auch besser kleine Wohnung sagen) gebracht und sind direkt zu einem der beiden Buffetrestaurants gegangen. Nach den Brötchen im Flugzeug war der Hunger schon groß… Nach dem ersten Blick und dem großen Hunger hatten wir am Buffet und den Kochstationen dann im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der WahlSteak oder Lachs, Huhn oder Tintenfisch, Schwein oder Muscheln, Truthahn oder Dorade? Und wie das alles zusammen bringen nach einer spanischen Vorspeiseplatte mit Serano Schinken, spanischem Käse & Wurst und Oliven? Bleibt noch Platz für den Nachtisch mit den frischen Früchten, verfeinert am Schokobrunnen und noch ein Schälchen Crema Catalana? Und wie viel Hunger sollte man am nächsten Morgen für das Frühstück nach so einem Essen noch haben können? Es bleiben eigentlich nur noch die Fragen zu klären, warum man in so einem schicken Hotel Kerzen auf die Tische stellt und sie wegen des Windes nicht anzündet und warum die Kellner dem Gast mit übertriebenem Eifer die Teller bis an den Tisch tragen wollen. Die Speisenauswahl war wirklich überwältigend und so sind wir nach dem Essen dann noch eine Runde über die Anlage spazieren gegangen.

Die Hotelanlage vom Villa del Conde

Die komplette Hotelanlage ist “picobello” sauber, sehr gepflegt und auch toll angelegt. Das Villa del Conde ist entgegen der alten Hotels (Plattenbauten) im Stile eines Dorfes aufgebaut und so wechseln sich unterschiedlich große, verwinkelte Gebäude auf dem Gelände ab. Man kann auch bei dem Hotel nicht mehr von einem kleinen Dorf sprechen. Die Beschilderung im Hotel ist schon etwas verwirrend und hilft nicht unbedingt bei der Orientierung. Durch die direkte Lage an der Promenade von Meloneras kann man auch wunderbar Spaziergänge nach dem Essen machen und noch in den (schicken) Bars an der Promenade den ein oder anderen Cocktail trinken gehen. In Meloneras reihen sich eine Menge an schicken Hotels wie an einer Perlenkette bis zum Leuchtturm hinter dem auch schon unmittelbar die berühmten Dünen von Maspalomas beginnen. In entgegengesetzter Richtung zum Leuchtturm kann man vom Hotel auch zum näheren kleinen Sandstrand von Meloneras gehen (5 Minuten). Das Hotel selbst hat keinen Strand. Wer im Hotel bleiben möchte,  kann sich an einem der vier großen Pools (mit einem “halben” Infinity Pool in Richtung der Promenade) erfrischen. Wir haben sowohl das Meer als auch die Pools getestet und waren von beidem sehr begeistert. Auch Mitte April ist der Atlantik bei Gran Canaria schon angenehm warm. Wer sportlich unterwegs ist und nicht schwimmen möchte, kann den tollen Fitnessraum des Hotels nutzen (sehr gepflegt, neue Geräte) oder auch an den Kursen des Animationsteams teilnehmen (Pilates, Yoga, Wassergymnastik). Es steht auch ein Tennisplatz zur Verfügung.

Die Insel – Gran Canaria – so viele Eindrücke

Auch wenn es nicht das erklärte Ziel des Urlaubs war haben wir mit dem Leihwagen die Insel gefühlt komplett abgefahren. Schön ist eben, dass Gran Canaria nicht sehr groß ist. Leider hatten wir es verpasst uns den Wagen vorab in Deutschland zu mieten, um uns auch den Transfer zu ersparen. Über ein Mietwagenportal haben wir dies vor Ort nachgeholt und uns einen Wagen bei Orlando Rental gemietet – was für eine Erfahrung. Hatte doch der Wagen auf dem Mietvertrag nach der Begutachtung fast keine freie Markierung mehr… auch der Bearbeiter bei Orlando war gut geschult und wollte noch diverse Versicherungen verkaufen, die über das Portal bereits abgedeckt waren.

Tag 1 der Fahrt führte uns so an der Südküste entlang Richtung Westen. Erster Halt war dann auch Puerto Rico de Gran Canaria mit dem kleinen Yachthafen. Es ist schon erstaunlich wie viele Hotels und Appartements man an zwei Berghänge bauen kann, aber die örtliche Bauindustrie hat ihr Bestes gegeben. Erfreulicherweise haben sie vor dem Strand wenigstens zurückgeschreckt, der von den Touristen “aufgefüllt” wurde. Es ging danach schnell auf der Küstenstraße GC-500 Richtung Taurito weiter. Puerto Rico de Granaria ist kein schöner Ort, auch wenn vom kleinen Hafen viele Bootstouren starten. Auf der kleinen Küstenstraßen mit den vielen Serpentinen war doch vorsichtiges Fahren angesagt. Der nächste Ort auf dem Weg wirkte ähnlich wie Puerto Rico, sodass wir ihn direkt überfahren haben. Ziel an Tag eins war das kleineVenedig” von Gran Canaria mit Puerto de Mogán. Der Ort ist künstlich angelegt und wurde zwischen 1983 – 1988 errichtet. Im Ort am Hafen durchziehen ein paar Kanäle die Häuser, was dem Ort den Namen des Venedig von Gran Canaria eingebracht hat. Das Zentrum ist wirklich schön. So hatte ich mir mehr Gran Canaria vorgestellt, nachdem die ersten beiden Orte eher ein Reinfall waren. Gestärkt mit einer Pizza am Strand des Ortes sind wir dann Richtung Mogán in die Berge gefahren, was an dem Tag auch das Endziel war. Von Mogán aus geht es dann über zwei spannende Straßen Richtung Norden und zur Inselmitte.

Gran Canarias Mitte

Nachdem wir schon in Mogán waren und in der Art Bodega von Ursula Goebel bei einem Kaffee den Ausblick auf die Berge von Gran Canaria genossen haben hat es uns am zweiten Tag in die gleiche Richtung gezogen. Der Mann von Ursula Goebel hat uns im freundlichsten Bayrisch noch ein paar gute Tipps am für eine Tour in die Bergregion gegeben. Unser Ziel war der Stausee Presa De Las Niñas, der über die GC-605 zu erreichen ist. Die GC-605 ist laut Aussage unseres Reiseführers eine der anspruchsvollsten Straßen der Welt, was sich in unendlichen Serpentinen gezeigt hat. Es war aufgrund des Ausblicks über den Südwesten der Insel schon eine tolle Route. Leider war die GC-605 nach wenigen Kilometern gesperrt, sodass wir nicht die volle Strecke fahren konnten. Hier ist der Weg im wahrsten Sinne des Wortes das Ziel. Am Stausee hat man noch die Möglichkeit zu picknicken und die Landschaft zu genießen, die sich durch die Pinienwälder ganz anders zeigt als der karge und fast wüstenhafte Süden. Für uns ging es dann wegen der Sperrung über die GC-505 (auch interessant zu fahren) wieder zurück Richtung Hotel.

Der Norden von Gran Canaria

Der Norden der Insel sollte unser Ziel für den dritten Tag werden. Über Pinterest hatte ich mir schon ein paar tolle Bilder von Naturpools angesehen, die ich auch gerne testen wollte. Von Meloneras aus kann man die Insel über die Inselautobahn relativ bequem befahren. Vor dem Test des Atlantiks stand noch der Besuch von Las Palmas auf dem Programm. Las Palmas ist die größte Stadt der Insel – wir haben sie schnell besucht. Das Zentrum kann man gut zu Fuß erkunden. Unser Auto haben wir zentral im Aparcamientos Triana geparkt, von wo man direkt in die Fußgängerzone gehen kann.  Man entdeckt keine Geschäfte, die man nicht auch in den heimischen Fußgängerzonen nicht schon mal gesehen hat. Die Überraschung hält sich sehr in Grenzen. Interessanter in Las Palmas ist die Markthalle (Mercado de Vegueta) mit der Altstadt, dem Casa de Colón, in dem wohl auch schon mal Kolumbus war, und der Kathedrale “Santa Ana”.

Entlang der Küste Gran Canarias

Nach dem Besuch ging es mit dem Auto weiter Richtung entlang der Küste im Norden. Als Abwechslung zum vermeintlichen Shopping hatten wir uns den Hochseilgarten GrancAventura herausgesucht, der leider an dem Tag geschlossen war. So fuhren wir also auf der Küstenautobahn ein paar Kilometer weiter bis wir mit dem Ort Agaete bzw. Puerto des Las Nieves einen der nordwestlichsten Punkte Gran Canarias erreichten. Von dem Ort fahren übrigens auch die Fähren Richtung Teneriffa, was man schon am Horizont erkennen konnte. Im gesamten Norden der Insel merkt man schon, dass der Atlantik sehr viel rauer als im Süden ist. Von daher war es toll, dass mit dem “Agaete Piscina Natural” ein begrenzter, sicherer Naturpool vor Ort war. Der Pool wird durch die Brandung immer wieder mit frischem Meerwasser gefüllt. Es war eine tolle Möglichkeit zu schwimmen, auch wenn die bequemen Sonnen-Liegeplätze auf dem Steinfeld sehr begrenzt sind.  Wer mehr auf Sandstrand steht dem ist der Playa El Puertillo im Norden zu empfehlen, an dem man auch direkt im Meer schwimmen kann.

GrancAventura – Hochseilgarten mit Ausblick auf den Atlantik

Auf unserem Zettel hatten wir weiterhin den Hochseilgarten. Wo kann man schon mit Blick auf den Atlantik in luftiger Höhe durch die Gegen klettern? Der Weg an Tag vier stand also fest und die GC1 war wie an den Tagen zuvor schnell zu befahren. Am Park GrancAventura angekommen ging es dann nach einer Einweisung auf Englisch auch direkt mit dem ersten Parkour los und wir kletterten uns bis in die oberste Etage durch. Nach knapp drei Stunden standen wir wieder auf dem sicheren Boden. Der Park war schön ausgelegt und auch nicht überlaufen. Eine einheimische Mitkletterin war sehr darüber verwundert, dass wir als Touristen dort in den Seilen hingen. Der Kletterpark scheint in der Tat überwiegend nur von den Inselbewohnern genutzt zu werden, was auch die eingeschränkten Öffnungszeiten bestätigen. Wir können den Park sehr empfehlen. Mit 22,- Euro / Person für den kompletten Park ist der Preis im Vergleich zu Parks in unsere Nähe normal / günstig.

Teror – ein idyllischer Marktplatz

Nach unserem kleinen Kletterausflug haben wir noch die Chance ergriffen uns den Ort Teror in der Nähe des Kletterparks anzusehen. Irgendwie hatten wir mit dem Besuch auch richtig viel Glück, denn außer uns hat es nur sehr wenige andere Touristen in den Ort verschlagen. Die Innenstadt und der Marktplatz sollen zu den schönsten Plätzen Gran Canarias gehören. Mit den kleinen Gässchen und den alten Häusern hatte der Ort schon einen besonderen Charme.

Der Westen der Insel

An unserem letzten Tag mit unserem Leihwagen sind wir dann nochmals in Richtung Westen unterwegs gewesen. Ziel sollte der viel beschriebene “Mirador del Balcón” werden, von dem man fast 400 Meter in die Tiefe schauen kann. Auf dem Weg dahin ging es über die GC-200 Richtung La Aldea de San Nicolas de Tolentino. Die Fahrtstrecke glich wegen der Serpentinen sehr der Fahrt über die GC-605. Angekommen in San Nicolas haben wir uns spontan entschlossen doch lieber den Strand mitzunehmen. Der Playa de la Aldea ist ein Kiesstrand im Gegensatz zu den anderen Stränden, die wir vorher ausprobiert hatten. Freundlicherweise hatten schon viele andere Besucher des Strandes kleine windgeschützte Plätze angelegt, von denen wir dann einen Platz genutzt und erweitert haben. Nach unserer Auszeit am Strand stand also noch der “Mirador del Balcón” auf dem Programm, der von dem Strand nur ca. 10 Minuten Fahrtzeit entfernt ist. Der Aussichtspunkt ist auch gleichzeitig Endstation auf der GC-200 in nördliche Richtung. Die Bewertung eines Aussichtspunktes liegt ja im wahrsten Sinne des Wortes im Auge des Betrachters, sodass wir mit zwei unterschiedlichen Ansichten wieder Richtung Hotel fuhren. Wenn man zufällig in der Gegend ist, würde ich den Besuch empfehlen. Die steilen Klippen, die fast senkrecht ins Meer fallen, geben schon ein tolles Foto her und haben mich entfernt an die großartigen Landschaften aus den “Herr der Ringe” Filme erinnert (und an den Besuch des Cabo de São Vicente in Portugal). In Kombination mit dem Strandbesuch vorab passte es zu dem Ausflug in die Region. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass die Fahrerei (abgesehen von der Autobahn GC-1) nicht mit Fahrtzeiten in Deutschland zu vergleichen ist. Auch wenn es von der Entfernung her nur wenige Kilometer sind, kann man schon eine gute Zeit im Auto verbringen.

Unser Fazit von Gran Canaria

Wir werden sicher nochmal wieder nach Gran Canaria fahren. Der April ist schon so angenehm warm, dass man gut im Meer baden und sich sonnen kann. Nächstes Mal würden wir allerdings vorab einen Leihwagen für die komplette Zeit mieten und direkt am Flughafen abholen. Neben den beschriebenen Zielen wären dann noch der Playa de Guigui oder der Roque Noblu als höchster Berg und Wahrzeichen der Insel mit auf der Liste und eine Runde tauchen im Atlantik. Eine Woche war in der Tat zu kurz, um sich alles anzusehen.

Die Strände auf der Insel waren schon schön aber nicht so toll wie z. B. an der Algarve oder auch in Sizilien. Strandhighlights sind natürlich die Strände in Sardiniens Südwesten oder dem lebhafteren Norden Sardiniens.

Für Deine Reisevorbereitungen und Deinen Aufenthalt auf Gran Canaria empfehlen wir Dir auch die folgenden Reiseführer. Keine Sorgen über einen leeren Akku bei Smartphone oder Kamera musst Du machen, wenn Du eine geladene Powerbank dabei hast. Das hat uns schon so manches mal “gerettet”.

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Atlantic Grand Hotel Travemünde

Atlantic Grand Hotel Travemünde

Geschichte trifft Moderne an der Ostsee!

Dieser Spagat funktioniert im Atlantic Grand Hotel Travemünde an der Ostsee ganz wunderbar. Wir hatten die Möglichkeit das Hotel im Rahmen des Reisebloggertreffens nutzen zu dürfen.

Travemünde selbst ist ein Ortsteil der Hansestadt Lübeck und liegt im südlichen Teil an der Trave und östlichem Teil direkt an der Ostsee mit dem Brodtener Steilufer.

Knapp vier Monate vor der bekannten Travemünder Woche, einer der weltgrößten Segelregatten, waren also knapp 30 Blogger der freundlichen Einladung von Janett von Teilzeitreisender.de und Anja von TravelonToast.de sowie natürlich dem Atlantic Grand Hotel Travemünde gefolgt und fanden sich am Freitag im Hotel zwischen Kaiserallee und Strandpromenade ein.

Das Hotel

Das Atlantic Grand Hotel Travemünde bezeichnet sich als 5 Sterne Superior Hotel und wird diesem Ruf auch gerecht. Nach einer nur zweistündigen, kurzen Fahrt aus Bremen kommend haben wir nach dem Einchecken erstmal den Wellness & SPA Bereich getestet. Mit Blick auf ein (fotografiertes) Ostseepanorama genossen wir den 27 °C warmen Pool, der sich mit einer Länge von 20 Metern auch gut zum Schwimmen nutzen lässt. Direkt angeschlossen sind der Fitnessraum (leider keine Zeit zum Testen; machte aber alles einen sehr guten Eindruck) und der Saunabereich, der mit einem Dampfbad und weiterem  Aromadampfbad sowie Sanarium und finnischer Sauna überzeugen kann. Zur Erholung stehen im gesamten Wellnessbereich Liegen bereit.

Gut erholt und gut gelaunt ging es dann Abends direkt in die Bar Seven C’s, wo wir dann die anderen Teilnehmer des Treffens kennengelernt haben. Mit ein paar (sehr) leckeren Cocktails fand bereits am Abend ein toller und reger Austausch zwischen den Teilnehmern statt, der bis in die frühen Morgenstunden gehen sollte. Danke an dieser Stelle auch nochmal an Tanja von Spaness.de und Wolfgang von Wolfgangs-Reiseblog.de für die Tipps am Freitagabend.

Die Hotelküche hat mit einem tollen Snackbuffet dazu auch einen leckeren Ausblick auf Ihre Möglichkeiten gegeben. Im hauseigenen Restaurant Holstein’s liegt der Schwerpunkt auf der regionalen norddeutschen Küche. Bei so vielen kulinarischen Genüssen ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Hotel auch ein idealer Ort für Firmenveranstaltungen oder große Feiern ist. Ein besonderes Highlight des Hotels für das richtige festliche Ambiente ist der große Ballsaal – es fällt nicht schwer sich vorzustellen, welche aufregenden Feste dort gefeiert werden können.

Das Hotel selbst befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, was schon für sich seinen ganz besonderen Charme hat. Gerade von der Strandpromenade zeigt es sich von der schönsten Seite, was wir dann am Samstag noch erleben durften. Mehr dazu später.

Das Zimmer

72 Zimmer hat das Hotel. Unseres lag in der dritten Etage und entsprach der Kategorie Junior Suite. Entsprechend großzügig war das Zimmer in einen separatem Schlaf- und Wohnbereich aufgeteilt. Auch das Bad mit Doppelwaschbecken, sehr großer Dusche und der Badewanne mit Whirlpool-Funktion verfehlt seine Wirkung nicht, sodass man seinen persönlichen SPA Bereich schon direkt auf dem Zimmer haben kann. Erholung ist also auf der ganzen Linie sichergestellt. Safe, Klimaanlage und Minibar auf dem Zimmern gehören selbstredend dazu wie auch die komplette W-LAN Abdeckung im gesamten Hotel. Das Thema “Großzügigkeit” findet sich so im Prinzip im gesamten Hotel wieder.

Frühstück mit Aussicht auf die Ostsee

Nach einer viel zu kurzen Nacht (selbstgemachtes Leid) ging es dann am Samstag erstmal mit dem gemeinsamen Frühstück los. Alle Tische im Frühstücksbereich sind so aufgestellt, dass fast jeder mit einem wunderbaren Ausblick auf die Ostsee in den Tag starten kann. Das üppige Frühstücksbuffet trägt natürlich auch dazu bei.

Aus dem Bloggeruniversum

Nach dem umfangreichen Frühstück ging es dann voller Tatendrang ins Programm und so hatte Matthias Golze als Hoteldirektor die volle Aufmerksamkeit aller Teilnehmer und berichtete von der Geschichte und der Ausrichtung des Hotels. Mit großer Spannung wurde danach der Vortrag von Anja von TravelonToast zu Pinterest verfolgt (HochkantistdasneueQuer). Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für die tollen Vorträge!

“Einmal Schnitzeljagd, digital bitte!”

Nach den Vorträgen und einem leckeren Mittagessen ging es pappsatt weiter. Johannes von VarioEvent hatte zur “iChallenge” eingeladen, was wohl der bekannten Schnitzeljagd im digitalen Zeitalter den Rang ablaufen wird. Es wurden dazu der vier Gruppen mit je einem iPad ausgestattet. Auf einem vorab eigens angefertigten Online-Spielplan aus der Umgebung des Hotels gab es diverse ortsbasierte Aufgaben (wie z. B. “Macht ein Foto mit einer Frau mit Hund mit Tageszeitung in einem Strandkorb” oder auch Quizfragen zu lokalen Themen) zu erfüllen. Ein zeitliches Limit von 90 Minuten und die gestaffelte Punkteverteilung haben das Spiel noch einmal spannender gemacht. Trotz der kurzen Zeit war es nochmal eine gute Möglichkeit sich einen kleinen Eindruck von Travemündes Strandpromenade und der Umgebung zu verschaffen. Aufgrund der eigenen Programmierung von VarioVent lässt sich die Schnitzeljagd 2.0 auch anderen Regionen anpassen. Wir würden es wieder ausprobieren. Unsere beiden Teams haben leider nur die Ehrenplätze 2 + 3 erreicht…

Unsere Mitstreiter auf der IChallenge waren in Gabys Team Millos von Trendlupe.de, der auch ein tolles Video zu dem Hotel erstellt hat (guckst Du hier), Svemirka von Reise-Zeit, Anja von Das fliegende Klassenzimmer, Simon von Reise2PunktNull, Antje von Weltenkundler, Bastian von MadLovelyWorld und Stephanie von Reiselife. In meinem Team waren neben Laura von Fundorte, Theresa vom Atlantic Grand Hotel, Sabine von Fratuschi sowie Daniela von Sinne und Reisen auch Saskia von MadLovelyWorld und Claudia von Weltreize.

Sport in Travemünde

Wichtig für uns im Urlaub ist eigentlich auch der Sport, der an diesem Wochenende zu kurz kam. Wer ans Meer fährt, legt den Fokus natürlich auf das Wasser. Und das liegt im Atlantic Grand Hotel wirklich direkt vor der Haustür mit seinem breiten Strand und der Ostsee. Im März bot sich der Wassertest (7 °C) noch nicht an…der aber dann im Sommer auf jeden Fall nachgeholt wird.

Wer sich für das Segeln begeistern kann, findet mit Travemünde natürlich sein Eldorado. Auch für Landratten bleiben immer noch genügend Möglichkeiten wie z. B. ausgedehnte Fahrradtouren entlang der Küste oder auch ein Hochseilgarten.

Fazit

Es war ein tolles erstes Bloggertreffen in einem sehr schönen Hotel. Wer einen Platz zur Entspannung sucht, findet mit dem Altantic Grand Hotel sicher eine sehr gute Adresse. Wir werden nochmal wieder einchecken!

Der Strand ist sehr einladend, auch wenn uns die Strände im Süden Portugals, Siziliens oder am Atlantik doch mehr zusagen.

Offenlegung: Das Hotel hat die Übernachtung übernommen. Die Meinung über das Hotel ist dadurch nicht beeinflusst.

Sizilien, die traumhafte Insel mit dem Ätna

Sizilien, die traumhafte Insel mit dem Ätna

Sizilien – der Tanz auf dem Vulkan mit vielen schönen Stränden und Italiens behütetes Geheimnis über eine tolle Insel.

So war unser Eindruck nach zwei Wochen mehr als positiv und wir werden sicher nochmal wieder zum Urlauben dorthin fliegen. Warum Sizilien? Es sollte nicht der typische „08/15 Mallorca Urlaub“! Die größte Insel im Mittelmeer war auf unserer persönlichen Landkarte noch ein weißer Fleck, den es zu entdecken galt.

Unseren Aufenthalt von vierzehn Tagen haben wir für eine möglichst gute Übersicht dann auch auf eine Woche im Osten bei Catania und eine Woche im Westen bei Palermo aufgeteilt – dazwischen sind knapp 300 km Strecke. Und so sind wir dann mit Easyjet auch ganz easy von Hamburg nach Catania geflogen und haben den vorab gebuchten Leihwagen abgeholt. Bei den vielen kleinen Gässchen in den italienischen Innenstädten hat sich die Auswahl der Leihwagenfirma mit dem kleinen Opel Adam im Nachhinein als sehr gut erwiesen.

Das erste Ziel war somit nördlich von Catania unsere Ferienwohnung „Casa Carruba“ auf dem halben Weg Richtung Taormina am Fuße des Ätna. Die Wohnung hatten wir einfach über FeWo-direkt gebucht. Eine erste erholsame Woche sollte beginnen.

Carruba und Stazzo

Die Ferienwohnung liegt auf einem alten Hof mit einer schönen Gartenanlage und eigenen Terrassen mit in der Natur. Von der Wohnung aus kann man den Ätna sehen. Der Hausstrand war sehr steinig, wofür das erfrischende Meer dann aber umso mehr entschädigt hat. Zum nächsten Bäcker waren es mit dem Auto nur zwei Minuten.

Gewöhnungsbedürftig und klar negativ in Erinnerung blieb die Entsorgung des Mülls. Für Carruba gab es verschiedene Sammelplätze mit Containern, zu den man dann die Beutel gefahren hat. Im Westen bei Palermo hat man häufig nur Ablageplätze an Straßen gesehen, die im Prinzip schon kleinen Müllbergen gleichkam. Dies sollte allerdings die einzige negative Erinnerung bleiben…

Sizilien, Italien
Südlich von Carruba haben wir sogleich am ersten Abend das Örtchen Stazzo besucht, um direkt die erste Pizza des Urlaubs in Sizilien zu testen. Stazzo ist wirklich ein kleiner, beschaulicher Ort mit eigenen Hafen, an dem es auch ein paar Restaurants gibt.

Die Lage nördlich von Catania am Fuße des Ätna war ideal für die Ausflüge in die Region. Angefangen haben wir bei Catania über Taormina mit der Isola Bella, die wirklich hübsch aber auch sehr überlaufen war. Die vielen kleinen Orte haben alle ihren besonderen Charme und an der Küste gibt es ein einige Sandstrände, von denen uns am besten der Strand südlich von Catania am Villaggio Gabbiano Azzurro gefallen hat.

Ätna Sizilien

Der Ätna auf Sizilien – spuckt Lava und lockt die Touristen

Treuer Begleiter im Osten Siziliens ist der Ätna, den wir dann auch bei bestem Wetter besichtigt haben. Der Besuch des Ätna führt mit dem Auto auf den Vulkan bis zur Liftstation auf knapp 1900 m Höhe. Angekommen an der Station kann man dann noch nach der Lift fahrt auf 2500 m Höhe die Auffahrt mit einem Geländebus auf 2900 m  dazu buchen. Der Spaß ist nicht so günstig aber mit Sicherheit sehr viel kräfteschonender als der Fußmarsch zum Krater, der natürlich auch als Option möglich wäre. Nicht zu unterschätzen ist der Temperaturunterschied. Auch im Sommer erweist sich eine Jacke als sinnvoll, so schön das Wetter Siziliens auch ist. Der Vulkan ist schon ein mystischer Ort – Geröll, schwefeliger Geruch, Rauch und Dampf zeigen einem doch sehr deutlich welche unbeherrschbaren Naturgewalten in der Erde schlummern.

Und so sollten wir dann auch tatsächlich an einem späteren Abend Zeuge einer kleineren Eruption werden, die wir aus sicherer Entfernung von unserer Terrasse verfolgen konnten.

Zu empfehlen war in der Nähe von Carruba noch das kleine Örtchen Riposto mit der sehr leckeren Pizzaria Le Botti direkt am Hafen.

Etnaland – ein Wasserpark mit vielen Wasserrutschen

Auf dem Programm an der Westküste stand auch der Besuch des Wasserparks Etnaland. Der Park ist groß und sehr abwechslungsreich. Im Prinzip sind für alle Besucher die passenden Pools, Rutschen etc. mit dabei. Neben dem Wasserpark gibt es noch einen angeschlossenen Vergnügungspark, den wir allerdings nicht mit besucht haben.

 

Taormina

Wer im touristischen Trubel mit untertauchen möchte, sollte sich auf Sizilien auf jeden Fall Taormina mit auf den Plan schreiben. Der Ort hat neben der kleinen Isola Bella eine sehr schöne Innenstadt mit vielen kleinen Geschäften und tollen Cafés. Die Parkplatzsuche wird wie in vielen anderen Örtchen der Insel zum kleinen Glücksspiel. Alternativen bieten die Parkhäuser, die sich ihren Service gut bezahlen lassen.

Und wer sich auf den Weg nach Taormina macht, sollte auch die Chance nutzen zur Chiesa Madonna della Rocca hochzufahren oder zu gehen. Von der kleinen Bergkapelle hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Küste und Stadt.

Größte Stadt an der Ostküste ist Catania, in der auch neben Palermo einer der beiden wichtigen Flughäfen von Sizilien liegt.

Die Innenstadt gehört zum Teil zum UNESCO-Weltkulturerbe und auch die Märkte (insbesondere der Fischmarkt) sind einen Besuch wert. Darüber hinaus finden sich in Catania alle bekannten Einkaufsketten vor Ort für bekannte Shoppingvergnügen.

Nach einer Woche an der Ostküste haben wir uns dann auf den Weg Richtung Westen gemacht… [Bericht folgt]

Ansonsten schau Dir doch mal unsere Tour durch von der Algarve nach Andalusien an.

Aktualisierung: Weil es so schön passte, sind wir im September 2017 nach Sardinien geflogen und haben dort auch zwei tollen Wochen verlebt. Interessiert? Schau einfach mal hier – Sardiniens Südwesten oder hier zu Sardiniens Norden!

Warst Du schon mal auf Sizilien? Wie hat es Dir gefallen? Schreib mir einfach einen Kommentar. Ich freue mich auf Deine Tipps!